Hasenbrucellose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Hasenbrucellose ist eine Deckseuche von Feldhasen, die vom Bakterium Brucella suis aus der Gattung Brucella verursacht wird, das vor allem als Erreger der Schweinebrucellose bekannt ist. Hasen sind als Nebenwirt auch empfänglich für Brucella abortus, die klinische Symptomatik ist aber unauffällig. Wahrscheinlich handelt es sich bei der so genannten „Hasensyphilis“ ebenfalls um die Hasenbrucellose.

Epidemiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ausschließlich in Europa vorkommende Biovar 2 hat als Hauptwirt neben dem Hausschwein und dem Wildschwein auch den Feldhasen, der eine bedeutende Naturherdinfektionsquelle für Schweinebestände darstellt.

Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die chronische Verlaufsform herrscht beim Feldhasen vor: vergrößerte, nekrotisch veränderte und abszedierende Hoden bei den Rammlern, knotig durchsetzte und stark vergrößerte Milz, Knotenbildung in Unterhaut und Muskulatur.

Tierseuchenbekämpfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brucellose ist eine Anzeigepflichtige Tierseuche und eine sehr gefährliche Zoonose. Die Durchführung serologischer Untersuchungen ist im EU-Recht geregelt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre von Rolle/Mayr, Enke Verlag Stuttgart (2007)
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!