Heinrich Thon

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Heinrich Thon (* 17. August 1872 in Neumünster; † 8. Juli 1939 in Kiel)[1] war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Thon studierte Rechtswissenschaft an der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. 1892 wurde er Mitglied des Corps Rhenania Straßburg.[2] Nach bestandenem Staatsexamen und anschließender Referendarzeit wirkte er von 1908 bis 1918 als Landrat in Marienberg (Oberwesterwaldkreis), 1918–1920 in gleicher Funktion in Diez (Unterlahnkreis). 1919–1920 nahm er zugleich das Amt des stellvertretenden Polizeipräsidenten von Wiesbaden wahr.

Von 1920 bis 1932 war er als Oberpräsidialrat und Vizepräsident am Oberpräsidium der Provinz Schleswig-Holstein unter dem sozialdemokratischen Oberpräsidenten Heinrich Kürbis tätig. Beim Preußenschlag setzte ihn das Kabinett Papen 1932 als Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ein; bereits am 25. März 1933 musste er diesen Posten aber an den NSDAP-Gauleiter Hinrich Lohse abtreten.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Thon in der Online-Version der Edition Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik
  2. Kösener Corpslisten 1960, 100, 152
  3. Uwe Danker, Astrid Schwabe: Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus. (= Zeit + Geschichte 5). Wachholtz, Neumünster 2005, ISBN 3-529-02810-X, S. 40.