Heinrich von Bobenhausen

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Deutschordensschloss Kirchhausen, erbaut unter Heinrich von Bobenhausen in den Jahren 1572 bis 1576
Hochmeisterwappen Heinrichs von Bobenhausen

Heinrich von Bobenhausen (* ca. 1514; † 21. März 1595) war der 41. Hochmeister des Deutschen Ordens von 1572 bis 1590.

Heinrich von Bobenhausen entstammt dem fränkischen Adelsgeschlecht der Familie von Bobenhausen. Er war zunächst Komtur von Bad Mergentheim in der Zeit von 1547 bis 1549, anschließend Komtur von Frankfurt am Main und bis 1565 Komtur von Regensburg. Seit 1557 war er Landkomtur der Deutschordensballei Franken.

1572 wurde von Bobenhausen vom Kaiser mit Preußen belehnt[1].

Nach seiner Wahl zum Hochmeister verschlechterten sich die Beziehungen zu Kaiser Maximilian II. massiv. Er musste es hinnehmen, dass man ihm ab 1585 einen Koadjutor, seinen späteren Nachfolger als Hochmeister, zur Seite stellte und er faktisch seine Macht abgeben musste. Er zog sich ins Kloster Weißenburg zurück und wurde 1590 schließlich zum Rücktritt gezwungen.

Zu seinen Bautätigkeiten gehört die Errichtung des Deutschordensschlosses Kirchhausen und des Schlosses Stocksberg in Stockheim.

Einzelnachweise

  1. Heinrich von Bobenhausen als Hochmeister 1572 vom Kaiser mit Preußen belehnt, Seite 59


VorgängerAmtNachfolger
Georg Hund von WenkheimHochmeister des Deutschen Orden
1572–1590
Maximilian von Österreich