Helmut Nindl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Helmut Nindl (* 1955 in Hopfgarten im Brixental) ist ein österreichischer Bildhauer und Installationskünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CROSSING. Plexiglas fluoreszierend, Laserschnitt, Proportionsschema Goldener Schnitt, Maße variabel.

Nach dem Besuch der Höheren Technischen Lehranstalt HTL Innsbruck studierte Nindl an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 1983 das Diplom erwarb. Ab 1979 arbeitet er als freischaffender Künstler/Bildhauer. Zeitgleich arbeitete er im Bereich der Denkmalpflege und restaurierte Stuckaturen und historische Steinobjekte.

Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit unterrichtet er seit 1983 an der HTL Kramsach Glas und Chemie (früher Glasfachschule Kramsach).

Er gründete, organisierte und leitete 20 Jahre die Kunsttage Kramsach (Workshops, Seminare und Kunstgespräche in den Werkstätten der HTL Kramsach – Glasfachschule). Mit dem 20-jährigen Jubiläumsfest im Jahr 2016 wurde diese Initiative vorläufig beendet.[1]

Nindl lebt und arbeitet in Kramsach.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als klassisch ausgebildeter Bildhauer arbeitete Nindl zunächst mit den traditionellen Bildhauermaterialien Stein, Holz, Metall und Beton. Beim Werk Glaskubus Rattenberg (1997) verwendete er erstmals Glas (speziell Floatglas), später auch Plexiglas und ergänzend LED-Licht. Diese Materialien sind vor allem auf Grund ihrer Transparenz und Vielschichtigkeit für den Künstler von Bedeutung. Nindl steht mit seinem Werk in der Tradition der abstrakten bzw. konkreten Kunst, seine Arbeiten seit den 90er-Jahren sind „geprägt von der Auseinandersetzung mit Themen der Raumorganisation“.[2]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Falda per falda. Gavorrano, 2005.[3]
  • Glas – Farbe – Licht. Kulturherbst Schliersee, 2016.[4]

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brunnenmodell in Krems an der Donau: 1. Preis beim Wettbewerb Kunst im öffentlichen Raum, Krems, 1992.[5]
  • Lebendiges Wasser und Wasserwand in Fieberbrunn: 1. Preis beim Wettbewerb Kunst im öffentlichen Raum, Fieberbrunn, 1995.[6]
  • Kubus x 4: 1. Preis beim Wettbewerb Kunst am Bau, Innsbruck, WE–Wohnbaugesellschaft, 1995.[7]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tirol München. Begegnungen von 1880 bis Heute. Publikation des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, 2014, ISBN 978-3-900083-52-6.
  • Kunst in Tirol. Kunstgeschichtliche Studien Innsbruck, Neue Folge, Band 4, Herausgeber: Paul Naredi-Rainer und Lukas Madersbacher, Verlag Tyrolia, 2007.
  • Falda per falda – Schicht für Schicht. Ausstellungskatalog Nr. 22, Herausgeber: Christoph Bertsch, Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck, 2005, ISBN 88-901744-0-4.
  • Kunst in Tirol. Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck, Ausstellungskatalog Nr. 10, Sonderband in 2 Teilen; Herausgeber: Christoph Bertsch, 1997.
  • Tiroler Bildhauer. Herausgeber: Tiroler Künstlerschaft, 1979, ISBN 3-85373-037-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gabriele Grießenböck: Sommerliche Workshop-Woche "Kunsttage Kramsach" - Kufstein. In: meinbezirk.at. 29. Juli 2013, abgerufen am 25. Februar 2024.
  2. Helmut Nindl. Raster. Strukturen. Leben. Neue Arbeiten. Wagnersche Buchhandlung, Innsbruck, 2014, ISBN 978-3-902002-21-1.
  3. Helmut Nindl: Helmut Nindl - LOOK AT GAVORRANO, ORF, Tirol-Heute-Beitrag (ab 0:00:10) auf YouTube, 27. Februar 2016, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 2:32 min).
  4. » AUSSTELLUNG 2016 - Kulturherbst Schliersee. In: kulturherbst-schliersee.de. 13. Oktober 2023, abgerufen am 25. Februar 2024.
  5. "Tiroler Tageszeitung, 27.02.1992" und "Kurier, 19.02.1992"
  6. Gemeindezeitung Fieberbrunn "Informativ 1995-01"
  7. "Tiroler Tageszeitung, 14.07.1995"