Helmut Nindl

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Helmut Nindl (* 1955 in Hopfgarten im Brixental) ist ein österreichischer Bildhauer und Installationskünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CROSSING. Plexiglas fluoreszierend, Laserschnitt, Proportionsschema Goldener Schnitt, Maße variabel.

Nach dem Besuch der Höheren Technischen Lehranstalt HTL Innsbruck studierte Nindl an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 1983 das Diplom erwarb. Ab 1979 arbeitet er als freischaffender Künstler/Bildhauer. Zeitgleich arbeitete er im Bereich der Denkmalpflege und restaurierte Stuckaturen und historische Steinobjekte.

Nindl lebt und arbeitet in Kramsach. Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit lehrt er seit 1983 an der HTL Kramsach Glas und Chemie (früher Glasfachschule Kramsach). Er gründete, organisierte und leitete 20 Jahre die Kunsttage Kramsach (Workshops, Seminare und Kunstgespräche in den Werkstätten der HTL Kramsach – Glasfachschule). Mit dem 20-jährigen Jubiläumsfest im Jahr 2016 wurde diese Initiative vorläufig beendet.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als klassisch ausgebildeter Bildhauer arbeitete Nindl zunächst mit den traditionellen Bildhauermaterialien Stein, Holz, Metall und Beton. Beim Werk Glaskubus Rattenberg (1997) verwendete er erstmals Glas (speziell Floatglas), später auch Plexiglas und ergänzend LED-Licht. Diese Materialien sind vor allem auf Grund ihrer Transparenz und Vielschichtigkeit für den Künstler von Bedeutung. Nindl steht mit seinem Werk in der Tradition der abstrakten bzw. konkreten Kunst, seine Arbeiten seit den 90er-Jahren sind „geprägt von der Auseinandersetzung mit Themen der Raumorganisation“[2].

Monumentale Betonskulptur KUBUS METONYMIE 2.0 im Eingangsbereich des Gesundheitsresorts "Das Sieben" in Bad Häring. Maße: 1950 x 1950 x 1950 mm
KUBUSSTELE.Beton, Glas, LED-Lichtinstallation. Maße: 300 x 300 x 910 mm

2015 gestaltete Nindl die Raumorganisation des Gebäudekomplexes im Gesundheitsresort „Das Sieben“ in Bad Häring. Im außenliegenden Eingangsbereich setzt die monumentale Betonskulptur Kubus Metonymie 2.0 (Verschiebung 2.0) den prägenden Akzent. Im Innenbereich dienen sieben Kubusstelen in Verbindung mit grafischen Codes am Fußboden zur räumlichen Orientierung, auch in Bezug auf die Anwendungsbereiche des Resorts. Raster, Strukturen und Codes beschäftigten Helmut Nindl in den letzten Jahren viel. Er macht ihre offensichtliche oder auch versteckte Vielschichtigkeit in Verbindung mit schlichten industriellen Materialien sichtbar und verweist so auf Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten. Für das Hotel Zürserhof in Zürs schuf Nindl das Lichtobjekt Zürs, ein über 6 Meter hohes mehrteiliges Lichtobjekt, das sich über zwei Stockwerke erstreckt. Die LED-Lichtelemente werden einzeln angesteuert und programmiert und erzeugen damit Lichtstimmungen und -rhythmen, die sich zeitlich am Proportionsschema des Goldenen Schnittes orientieren. Das Lichtobjekt Zürs ist Teil einer Serie von Werken wie auch Cloud und Pulse, die sich mit Licht als Medium der Raumerzeugung und Kommunikation auseinandersetzt.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glas - Farbe - Licht. Kulturherbst Schliersee, 2016. [3]
  • Falda per falda. Gavorrano, 2005.[4]

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Belegt durch öffentliche Medienberichterstattung; Brunnenmodell: "Tiroler Tageszeitung, 27.02.1992" und "Kurier, 19.02.1992"; Lebendiges Wasser und Wasserwand: Gemeindezeitung Fieberbrunn "Informativ 1995-01"; Kubus x 4: "Tiroler Tageszeitung, 14.07.1995";
  • Brunnenmodell - 1. Preis beim Wettbewerb Kunst im öffentlichen Raum, Krems, 1992
  • Lebendiges Wasser - 1. Preis beim Wettbewerb Kunst im öffentlichen Raum, Fieberbrunn, 1995
  • Wasserwand - 1. Preis beim Wettbewerb Kunst im öffentlichen Raum, Fieberbrunn, 1995
  • Kubus x 4 - 1. Preis beim Wettbewerb Kunst am Bau, Innsbruck, WE–Wohnbaugesellschaft, 1995

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tirol München. Begegnungen von 1880 bis Heute. ISBN 978-3-900083-52-6, Publikation des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck, 2014.
  • Kunst in Tirol. Kunstgeschichtliche Studien Innsbruck, Neue Folge, Band 4, Herausgeber: Paul Naredi-Rainer und Lukas Madersbacher, Verlag Tyrolia, 2007.
  • Helmut Nindl View/Sicht – Sichtung. ISBN 978-3-902002-14-3, 2006.
  • Falda per falda – Schicht für Schicht. Ausstellungskatalog Nr. 22, Herausgeber: Christoph Bertsch, Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck, 2005, ISBN 88-901744-0-4.
  • Kunst in Tirol. Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck, Ausstellungskatalog Nr. 10, Sonderband in 2 Teilen; Herausgeber: Christoph Bertsch, 1997.
  • Tiroler Bildhauer. ISBN 3-85373-037-X; Herausgeber: Tiroler Künstlerschaft, 1979.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.meinbezirk.at/kufstein/lokales/sommerliche-workshop-woche-kunsttage-kramsach-d646555.html
  2. Helmut Nindl. Raster. Strukturen. Leben. Neue Arbeiten. Wagnersche Buchhandlung, Innsbruck, 2014, ISBN 978-3-902002-21-1.
  3. http://www.kulturherbst-schliersee.de/ausstellung-2-2
  4. Beitrag ORF Tirol Heute