Helmut Peters

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Helmut Peters (* 23. Juli 1930 in Schwanebeck) ist ein deutscher Sinologe und Marxist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peters beendete 1944 die Mittelschule in Halberstadt. Kurz darauf wurde er in den Volkssturm einberufen und musste seine schulische Laufbahn zunächst unterbrechen. 1946 begann er eine Tischlerlehre und schloss 1949 die Gesellenprüfung ab. Auf der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät „Walter Ulbricht“ in Halle-Wittenberg erwarb er 1952 die Hochschulreife. Bis 1957 studierte er am Ostasiatischen Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig Sinologie mit Japanologie als Nebenfach.

Nach dem Staatsexamen, Ende der 1950er-Jahre, hielt sich Peters ein Jahr lang in China auf und begann die Forschung für seine Dissertationsarbeit, die er 1962 unter Eduard Erkes abschloss. Seine Arbeit Die Taiping-Herrschaft in den beiden Kreisen Changshu und Zhaowen. Unter besonderer Berücksichtigung ihrer Boden- u. Steuerpolitik analysierte zum ersten Mal in deutscher Sprache die in Süd-Jiangsu, im heutigen Kreis Changshu, durch die Taiping-Rebellion ausgelösten administrativen, politischen und ökonomischen Änderungen und unterzog sie einer grundlegenden, quellenkritischen Analyse.

Später habilitierte er und wurde Professor. Er arbeitete als Forschungsbereichsleiter China an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. Seit den 1950er Jahren hatte er mehrere Studienaufenthalte in der Volksrepublik China und übte die Tätigkeit als Diplomat der DDR aus.

Helmut Peters lebt seitdem als Rentner in Berlin.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Taiping-Revolution und mandschurische Fremdherrschaft. (in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität, gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe 1961, H. 3). Leipzig 1961
  • Die Taiping-Herrschaft in den beiden Kreisen Changshu und Zhaowen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Boden- und Steuerpolitik. (Dissertation Karl-Marx-Universität Leipzig), Leipzig 1962
  • Maoismus und Imperialismus (in: IPW-Forschungshefte Jg. 10, 1975, H. 2). Berlin: Staatsverlag der DDR, Berlin 1975
  • China zwischen Gestern und Morgen. Wohin geht China? (in: isw-report, Nr. 61). Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, München, Mai 2005 ISSN 1614-9289
  • Chinesische Weisheiten. Institut für Außenwirtschaft GmbH, Düsseldorf 2008 ISBN 978-3-939717-08-9
  • Die VR China – Vom Mittelalter zum Sozialismus. Auf der Suche nach der Furt. Neue Impulse Verlag, Essen 2009 ISBN 978-3-910080-71-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]