Hey Mama

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Hey Mama
David Guetta feat. Nicki Minaj, Bebe Rexha & Afrojack
Veröffentlichung 16. März 2015[1]
Länge 3:12
Genre(s) Electro-House, Trap
Produzent(en) David Guetta, Afrojack, Giorgio Tuinfort
Text David Guetta, Onika Maraj, Bebe Rexha, Ester Dean, Sean Douglas, Giorgio Tuinfort, Nick van de Wall
Label Parlophone, Atlantic Records
Album Listen

Hey Mama ist ein Lied des französischen DJs und Musikproduzenten David Guetta in Zusammenarbeit mit der Rapperin Nicki Minaj, der Sängerin Bebe Rexha und dem DJ Afrojack. Das Lied war die vierte Singleauskopplung aus Guettas Album Listen und wurde am 16. März 2015 veröffentlicht.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beteiligten Künstler schrieben Hey Mama zusammen mit Ester Dean, Sean Douglas und Giorgio Tuinfort, letzterer produzierte den Song zusammen mit Guetta und Afrojack.[2] Es war bereits nach Where Them Girls At und Turn Me On die dritte Zusammenarbeit zwischen Guetta und Minaj. Ursprüngliche wurde Rexhas Name nicht als Feature des Titels genannt. Begründet wurde dies damit, dass zuviele Namen im Titel ungünstig wären und man deshalb versuche, so wenig Features wie möglich zu nennen.[3] Nach einem Gespräch mit Guetta wurde ihr Name ab Juni 2015 ebenfalls gelistet.[4]

Zum ersten Mal wurde der Song bei den Billboard Music Awards 2015, gemeinsam mit Nicki Minajs Single The Night Is Still Young aufgeführt. David Guetta, Nicki Minaj und Bebe Rexha spielten Hey Mama wenig später bei der iHeart Radio Summer Pool Party.

Komposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Intro und der Refrain von Hey Mama beinhalten ein Sample von Alan Lomax Lied Rosie aus dem Jahr 1940.[5] Der im Viervierteltakt und in e-Moll komponierte Song besitzt ein Tempo von 86 Schlägen pro Minute. Der Stimmumfang reicht von A3 bis E5.[6] Das Lied ist in Strophe-Refrain-Form aufgebaut, wobei zwischen dritter Strophe und nachfolgendem Refrain eine Bridge eingeschoben ist. Die Strophen werden jeweils von Minaj gerappt, der Refrain von Rexha gesungen.[7]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hey Mama erhielt gemischte Kritiken. Martin Tenschert von Laut.de bewertete das Lied durchschnittlich: „Andererseits locken Downtempo-Nummern wie "Hey Mama" mit Nicki Minaj auch erneut genrefremde Fans[…]. Missy Elliott-mäßig wird gerappt und geclappt, bis die Oma schreit. Final kommt noch ein Quetschsynth-Sound dazu und setzt der mäßig guten Sause den Grabstein auf“.[8] Bianca Gracie von Idolator beschreibt den Song als „verrückten Electro-House/Trap Sound“ und lobt Minaj Rapeinlagen.[9] Rexhas Gesangseinlagen werden von Richard Baxter gelobt. „Der wirkliche Star von Hey Mama ist Bebe Rexha und ihr einprägsamer Refrain. Ein Song kann sich nicht ohne eine solide Hookline oder einem soliden Refrain verkaufen, hier haben wir beides“.[10] Negative Kritik erhielt Hey Mama für seinen „sexistischen“ Text.[11]

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Musikvideo zu Hey Mama wurde von Hannah Lux Davis gedreht und am 19. Mai 2015 veröffentlicht. Am Anfang des Videos läuft David Guetta mit einer Gruppe von Menschen durch die Wüste. Im weiteren Verlauf sieht man Nicki Minaj als Hologramm und die Menschen vom Anfang des Videos während des Refrains Tänze aufführen. Während Minajs Rappart sieht man, dass die Menschen verrückt werden und das Video endet mit David Guetta, der alleine in der Wüste steht. Bis zum Februar 2017 wurde das Video bei YouTube über 994 Millionen Mal aufgerufen.[12]

Kommerzieller Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hey Mama erreichte weltweit hohe Chartplatzierungen. In den Billboard Hot 100 debütierte das Lied am 11. April 2015 auf Platz 70. Am 6. Juni 2015 gelang mit Platz 8 der Sprung in die Top-10, was gleichzeitig die Höchstposition in diesen Charts darstellt. Insgesamt verbrachte der Song acht Wochen in den Top-10 der Vereinigten Staaten. Für Guetta war dies der sechste und für Minaj der zehnte Top-10-Hit in den dortigen Charts.[13] Für über zwei Millionen verkaufter Exemplare in den Vereinigten Staaten wurde Hey Mama von der Recording Industry Association of America mit zwei Platin-Schallplatten ausgezeichnet.[14] Im Vereinigten Königreich konnte sich der Song über 400.000 mal verkaufen und erhielt dafür eine goldene Schallplatte.[15] In den dortigen Charts debütierte Hey Mama am 2. Mai 2015 auf Platz 98. In der fünften Chartwoche erreichte der Song dort erstmals die Top-10. Platz 9, welcher am 27. Juni 2015 erreicht wurde, markiert die Höchstposition für diesen Song in den dortigen Charts. Insgesamt stehen fünf Top-10-Wochen und 21 Gesamtwochen zu Buche.[16]

Auch in den deutschen Singlecharts erreichte Hey Mama die Top-10. Bereits am 5. Dezember 2014 stieg das Lied, bedingt durch Downloadverkäufe durch die Albumveröffentlichung von Hey Listen, erstmals auf Platz 28 ein. Nach drei weiteren Chartwochen fiel er vorerst wieder aus den Singlecharts raus. Es folgten weitere einzelne Chartwochen, bei denen sich der Song platzieren konnte. Nach der offiziellen Singleveröffentlichung erreichte Hey Mama erneut die Charts. Diesmal konnte der bis auf Platz 9 klettern und verblieb drei Wochen in den Top-10. Für Guetta war dies der 16. Top-10-Hit in Deutschland, Minaj erreichte das vierte mal die Top-10 in Deutschland. Anfang Januar 2016 erreichte Hey Mama nochmals für zwei Wochen die deutschen Singlecharts.[17] Für über 400.000 verkaufter Einheiten wurde das Lied vom Bundesverband Musikindustrie mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.[18] Auch in den österreichischen Ö3 Austria Top 40 wurde mit Platz 5 die Top-10 erreicht.[2] Hier erhielt Hey Mama eine goldene Schallplatte.[19] In der Schweizer Hitparade wurde als höchste Platzierung Platz 10 erreicht.[20] Eine Platinschallplatte erhielt der Song für über 30.000 verkaufter Exemplare in der Schweiz.[21] Weitere Top-10-Platzierungen gelangen Hey Mama unter anderem in Australien (Platz 5), Belgien (Flandern und Wallonien: jeweils Platz 9), Finnland (Platz 6), Frankreich (Platz 6), Neuseeland (Platz 5), Schweden (Platz 6) und Spanien (Platz 9).[2]

Bei den Billboard Music Awards 2016 erhielt Hey Mama eine Nominierung in der Kategorie Top Dance Song. Auch bei den IHeartRadio Music Awards 2016 war das Lied in der Kategorie Dance Song of the Year nominiert, konnte den Preis aber nicht gewinnen. Bei den MTV Europe Music Awards 2015 musste sich Hey Mama in der Kategorie Beste Zusammenarbeit dem Song Where Are Ü Now von Skrillex, Diplo und Justin Bieber geschlagen geben. Der Song war ebenfalls in der Kategorie Choice Music: Collaboration bei den Teen Choice Awards 2015 nominiert.

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charts Beste
Platzierung
Wochen
DeutschlandDeutschland Deutschland[17] 9 42
OsterreichÖsterreich Österreich[2] 5 28
SchweizSchweiz Schweiz[20] 10 30
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich[16] 9 25
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten[13] 8 24
FrankreichFrankreich Frankreich[22] 6 53

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hey Mama wurde weltweit mit 2 × Gold und 17 × Platin ausgezeichnet. Damit wurde die Single über 3,4 Millionen mal verkauft.

Land Auszeichnungen Verkäufe
AustralienAustralien Australien[23] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 140.000
BelgienBelgien Belgien[24] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 60.000
DanemarkDänemark Dänemark[25] Platinum record icon.svg Platin 30.000
DeutschlandDeutschland Deutschland[18] Platinum record icon.svg Platin 400.000
ItalienItalien Italien[26] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 100.000
KanadaKanada Kanada[27] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 160.000
NeuseelandNeuseeland Neuseeland[28] Platinum record icon.svg Platin 15.000
OsterreichÖsterreich Österreich[19] Gold record icon.svg Gold 15.000
SchwedenSchweden Schweden[29] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 80.000
SchweizSchweiz Schweiz[21] Platinum record icon.svg Platin 30.000
SpanienSpanien Spanien[30] Platinum record icon.svg Platin 40.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich[15] Gold record icon.svg Gold 400.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten[14] Double platinum record icon.svg 2 × Platin 2.000.000
Insgesamt Gold record icon.svg 2 × Gold
Platinum record icon.svg 17 × Platin
3.470.000

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. David Guetta Feat. Nicki Minaj & Afrojack ‎– Hey Mama Label: Parlophone ‎– Promo. In: Discogs. Abgerufen am 13. Februar 2017.
  2. a b c d David Guetta feat. Nicki Minaj, Bebe Rexha & Afrojack - Hey Mama - Chartplatzierungen Österreich. Hung Medien, abgerufen am 13. Februar 2017.
  3. Jason Lipshutz: Bebe Rexha Explains Why She Isn't (Officially) Featured on David Guetta's 'Hey Mama'. In: Billboard. 29. April 2015, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  4. Patrick Ryan: 'Hey,' Bebe! 'Mama' singer gets due credit. In: USA Today. 23. Juni 2015, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  5. Jeff Miers: David Guetta's 'Hey Mama' relies on help from his friends. In: Buffalo News. 4. Mai 2015, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  6. Hey Mama. By David Guetta - Digital Sheet Music. In: Musicnotes.com. Abgerufen am 13. Februar 2017.
  7. Songtext Hey Mama David Guetta. In: Genius. Abgerufen am 13. Februar 2017.
  8. Martin Tenschert: Hier wird gerappt und geclappt, bis die Oma schreit. In: Laut.de. Abgerufen am 13. März 2017.
  9. Bianca Gracie: David Guetta Teams Up With Nicki Minaj And Afrojack On “Hey Mama”: Listen. In: Idolator. 19. November 2014, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  10. Richard Baxter: New Track: David Guetta ft. Nicki Minaj & Bebe Rexha – ‘Hey Mama’. (Nicht mehr online verfügbar.) 19. November 2014, ehemals im Original; abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.popologynow.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. Julia Schemmer: “Hey Mama,” We’re in the 21st Century. In: The Huffington Post. 21. Juli 2015, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  12. Musikvideo David Guetta - Hey Mama. YouTube, abgerufen am 13. Februar 2017.
  13. a b David Guetta Charthistory Vereinigte Staaten. Billboard, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  14. a b RIAA Gold & Platinum. Recording Industry Association of America, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  15. a b BPI Certified Awards. British Phonographic Industry, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  16. a b David Guetta Charthistory Vereinigtes Königreich. Official Charts Company, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  17. a b David Guetta feat. Nicki Minaj, Bebe Rexha & Afrojack - Hey Mama - Chartplatzierungen Deutschland. GfK Entertainment, abgerufen am 13. Februar 2017.
  18. a b BVMI Gold-/Platin-Datenbank. Bundesverband Musikindustrie, abgerufen am 13. Februar 2017.
  19. a b IFPI Austria Gold & Platin. IFPI Austria, abgerufen am 13. Februar 2017.
  20. a b David Guetta feat. Nicki Minaj, Bebe Rexha & Afrojack - Hey Mama - Chartplatzierungen Schweiz. Hung Medien, abgerufen am 13. Februar 2017.
  21. a b Edelmetall Schweiz. IFPI Schweiz, abgerufen am 13. Februar 2017.
  22. David Guetta feat. Nicki Minaj, Bebe Rexha & Afrojack - Hey Mama - Chartplatzierungen Frankreich. Hung Medien, abgerufen am 13. Februar 2017 (französisch).
  23. ARIA Charts - Accreditations - 2015 Singles. Australian Recording Industry Association, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  24. Goud en Platina Singles - 2016. Ultratop, abgerufen am 13. Februar 2017 (niederländisch).
  25. Certificering David Guetta - Hey Mama. IFPI Dänemark, abgerufen am 13. Februar 2017 (dänisch).
  26. FIMI Certificazioni. Federazione Industria Musicale Italiana, abgerufen am 13. Februar 2017 (italienisch).
  27. Gold/Platinum - Music Canada. Music Canada, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  28. NZ Top 40 Single Charts 20. Juli 2015. Recorded Music NZ, abgerufen am 13. Februar 2017 (englisch).
  29. Sverigetopplistan. IFPI Schweden, abgerufen am 13. Februar 2017 (schwedisch).
  30. David Guetta - Hey Mama Chartinformationen Spanien. Productores de Música de España, abgerufen am 13. Februar 2017 (spanisch).