Hillsize

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Der Hillsize-Punkt (und die ihn enthaltende Querlinie) liegt bei 32 Grad Gefälle des Aufsprunghangs.

Hillsize (von englisch hill size „Schanzengröße“, abgekürzt HS, auch Hill size[1]) ist ein Begriff aus dem Skispringen und bezeichnet ein Maß für die Größe einer Skisprungschanze.

Früher existierten als offizielle Größenangaben nur der Konstruktionspunkt (K-Punkt) und die Jury-Weite. Im Sommer 2004 wurde die Hillsize als neuer Begriff eingeführt, um die Bestimmung der Schanzengröße zu vereinfachen. Die Hillsize entspricht je nach Schanze in etwa der Jury-Weite, die im Sprachgebrauch seitdem kaum noch eine Rolle spielt. Der K-Punkt blieb hingegen erhalten, da dieser für die vergebenen Sprungweitenpunkte weiterhin maßgeblich ist.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Definiert ist die Hillsize als die Strecke (kürzeste Verbindung) zwischen der Kante des Schanzentisches und jenem Punkt im Aufsprunghang (Hillsize-Punkt), an dem der Schanzenauslauf noch ein Gefälle von 32 Grad aufweist. Je weiter der Aufsprungpunkt in Richtung Auslaufzone verschoben ist, desto kleiner wird das Gefälle und umgekehrt immer größer, bis es ein Maximum erreicht. Danach, d. h. noch näher am Schanzentisch, ist das Gefälle wieder kleiner.

Der Hillsize-Punkt wird mit einer durchgehenden Querlinie auf der Aufsprungbahn gekennzeichnet.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Schattenbergschanze von Oberstdorf hat einen K-Punkt von 120 Metern und eine Hillsize von 137 Metern, die Jury-Weite beträgt 134 Meter.
  • Die Bergiselschanze in Innsbruck hat ebenfalls einen K-Punkt von 120 Metern und eine Jury-Weite von 134 Metern, die Hillsize beträgt jedoch nur 130 Meter.
  • Bei der Rukatunturi-Schanze im finnischen Kuusamo liegt die Hillsize bei 142 Metern (bei einem K-Punkt von 120 Metern) und ist gleich der Jury-Weite.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Heini Gasser: Skisprungschanzen – Bau-Normen 2012, Ausführungsbestimmungen zu Art. 411 der IWO Band III (PDF; 2,1 MB). Internationaler Ski Verband (Hrsg.), September 2012.