Historisches Museum der Stadt Bielefeld
Eingangsbereich des Museums | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Bielefeld |
| Art |
Historisches Museum, Stadtgeschichte, Industriegeschichte
|
| Eröffnung | Mai 1994 |
| Website | |
| ISIL | DE-MUS-457812 |
Das Historische Museum der Stadt Bielefeld zeigt die Geschichte der Stadt Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe mit einem Schwerpunkt auf der Industriegeschichte. Es wurde im Mai 1994 in stillgelegten Hallen der ehemaligen Ravensberger Spinnerei untergebracht, wodurch es den Besucher in die Atmosphäre der Industrialisierung eintauchen lässt.
Geschichte und Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Exposition wurde aus früheren regionalgeschichtlichen Sammlungen zusammengeführt, die im 19. Jahrhundert auf Initiative des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg entstanden.[1]
Das gesamte Museum nutzt mehrere Einzelgebäude der ehemaligen Ravensberger Spinnerei, es zeigt die Entstehung und das Wachstum der Stadt Bielefeld seit dem 13. Jahrhundert bis heute. Schwerpunkte sind die industrielle Entwicklung des Leinengewerbes, der Nähmaschinen- und Fahrradfabrikation sowie der vielfältige Maschinen- und Autobau. Die Museumsbereiche bilden bewusst arrangierte Sichtbeziehungen, die die örtlichen und produktionsbedingten Zusammenhänge visualisieren. Die Kuratoren haben einzelne Geschichtsbilder zusammengestellt, die den Besuchern genügend Raum und Anregung für eigene Interpretationen lassen.[1]
Im Jahr 1995 erhielt das Museum für seine vorbildliche Ausstellung von Kraft- und Dampfmaschinen als weltweit bester Darstellung der Industrialisierung und ihrer Sozialgeschichte als erstes europäisches Museum den Dibner Award.[2][3] Der von der Society for the History of Technology (SHOT) vergebene Preis ist nach dem US-amerikanischen Industriellen und Technikhistoriker Bern Dibner benannt.[4]
Eine Motor-Kehrmaschine von 1934 aus der Sammlung wurde im November 1999 als Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe ausgezeichnet.
Das Museum war 2002 die zweite Station der überarbeiteten Wehrmachtsausstellung und besitzt ein umfangreiches Fotoarchiv.
Die Ausstellung stellt übergreifend die Themen Nationalsozialismus, Frauen, Judentum, Arbeitergeschichte oder Kinder dar, für welche es unterstützende Führungsblätter erarbeitet hat. Entsprechend dem Trend werden auch stetig Sonderausstellungen zusammengestellt werden.[1] Bisher gab es diese Ausstellungen: Späte Freiheiten (1999), Die Eisenbahn (1997), Die städtischen Versorgungsnetze (2000), Querbeet durch historische Gärten (2000) und Bielefelder Kunst in der Nachkriegszeit (2001).[1]
Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt, durch zahlreiche Institutionen und Kooperationspartner, durch andere Museen und Kultureinrichtungen sowie auch durch Unternehmen und Vereine[1], auch Spenden und Eintrittsgelder.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld
Die Museumsgebäude stehen zwischen Bleichstraße (im Norden) und der Heeperstraße (im Süden). Westlich grenzt der Komplex der Volkshochschule an das Gelände, nordöstlich befinden sich der Historische Garten und das Museum Huelsmann.[5]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise und Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d e Historisches Musem Bielefeld. Abgerufen am 18. Oktober 2025.
- ↑ Historisches Museum Bielefeld Kraft- und Dampfmaschinen.
- ↑ Bielefeld-Info Historisches Museum.
- ↑ The Society for the History of Technology: Awards, Prizes, Grants ( des vom 10. Februar 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. The Dibner Award (englisch).
- ↑ Historisches Museum Bielefeld auf einem Kartenausschnitt. In: www.openstreetmap.org. Abgerufen am 18. Oktober 2025.
Koordinaten: 52° 1′ 20,8″ N, 8° 32′ 39″ O