Hochstrahlbrunnen

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Der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz
Hochstrahlbrunnen Ende des 19. Jahrhunderts

Der Hochstrahlbrunnen ist ein Brunnen in Wien. Er befindet sich am Schwarzenbergplatz und wurde aus Anlass der Fertigstellung der I. Wiener Hochquellenwasserleitung nach einer Bauzeit von vier Monaten am 24. Oktober 1873 im Beisein von Kaiser Franz Joseph I. in Betrieb genommen.[1]

Anton Gabrielli, Bauunternehmer der Wasserleitung, spendete 200.000 Kronen zur Errichtung des im Auftrag der Stadt Wien vom Bauunternehmer Gustav Bruck ausgeführten Brunnens.[2]

Später wurde der Brunnen, im Stil einer Fontaine lumineuse des Architekten Oskar Marmorek (1863–1909), mit einem Kostenaufwand von 285.000 Kronen zu einem Leuchtbrunnen umgestaltet, der am 23. Juni 1906 eröffnet wurde. Nachts leuchtet er in den Farben Rot, Rosa, Gelb, Violett, Blau und Grün.

Architektur[Bearbeiten]

Am Beckenrand befinden sich 365 kleine Springbrunnen, die die Tage des Jahres symbolisieren. Die sechs Springbrunnen zwischen Beckenrand und innerer Insel und diese selbst entsprechen den sieben Wochentagen. Zwölf hohe Strahlen versinnbildlichen die Monate, 24 niedrige die Stunden des Tages und die 30 Strahlen in der mittleren Insel die Tage des Monats.

Die ursprüngliche Düsenanordnung von 1873 bestand aus einem Hochstrahl für das Jahr, vier Strahlen in der inneren Steininsel für die Jahreszeiten und 365 Randstrahlen für die Tage im Jahr.

In der Grünanlage Richtung Prinz-Eugen-Straße steht das von Franz Seifert stammende Denkmal für den Geologen und Paläontologen Eduard Suess, der 1836 als Gemeinderatsabgeordneter den Bau einer Wiener Trinkwasserleitung anregte und sich für die Donauregulierung einsetzte. Südlich des Hochstrahlbrunnens befindet sich das 1945 errichtete Heldendenkmal der Roten Armee.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochstrahlbrunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. K.: Die Eröffnung der Hochquellen-Wasserleitung. Der neue Hochstrahlbrunnen. In: Local-Anzeiger der „Presse“, Beilage zu Nr. 294/1873 (XXVI. Jahrgang), 25. Oktober 1873, S. 8, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apr.
  2. Kleine Chronik. (…) Der Hochstrahlbrunnen. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 3248/1873, 7. September 1873, S. 6, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp.

48.19838888888916.376Koordinaten: 48° 11′ 54″ N, 16° 22′ 34″ O