Hotel Silber

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Stuttgarter Hotel Silber in der Dorotheenstraße 10 am Karlsplatz

Hotel Silber ist der umgangssprachliche Name des Stuttgarter Gebäudes, in dem von 1937 bis 1945 die Staatspolizeileitstelle Stuttgart, d. i. die Gestapo-Zentrale für die Reichsteile Württemberg und Hohenzollern[1], untergebracht war. Es befindet sich in der Dorotheenstraße 10 am Karlsplatz, gegenüber dem Alten Waisenhaus und unweit des Alten Schlosses.

In den Jahren 2008 bis 2011 war das vom Land Baden-Württemberg als Eigentümer genutzte Gebäude vom Abriss bedroht, weil das gesamte Areal umgestaltet werden sollte. Dagegen setzte sich eine Bürgerbewegung mehrerer mit Geschichtsvermittlung befasster Initiativen zur Wehr. 2011 beschloss die damals neu gewählte Landesregierung den Erhalt des Gebäudes. Seither wird vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und beteiligten Initiativen und Verbänden die Einrichtung eines Lern- und Erinnerungsortes vorbereitet, wofür ein Viertel der Gebäudefläche zur Verfügung stehen soll.

Bau- und Nutzungsgeschichte[Bearbeiten]

Hotel Silber um 1900, vor der teilweisen Zerstörung 1944

In einem 1816 auf dem heutigen Grundstück errichteten Wohnhaus wurde 1845 ein Gasthaus Zum Bahnhof eröffnet, einige Jahre später wurde es erweitert und erhielt den Namen Zum Bayrischen Hof. 1874 kaufte Heinrich Silber das Gebäude und baute es im Neorenaissance-Stil zum vornehmen Hotel Silber aus, das bis 1919 betrieben wurde. Unter anderem wurde darin 1903 der ADAC gegründet (zunächst als Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung).[2] Von 1919 bis 1928 beherbergte das Haus die Oberpostdirektion der Deutschen Reichspost für Württemberg, anschließend bis 1937 das Polizeipräsidium samt seiner politischen Abteilung, dem „Württembergischen Politischen Landespolizeiamt“. Eugen Bolz, der letzte Staatspräsident des Landes Württemberg in der Weimarer Republik, wurde bereits 1933 hier vorgeladen und unter Misshandlungen in „Schutzhaft“ genommen.

Nachdem 1936 die Gestapo gegründet und die Hoheit über die politische Polizei vom Land Württemberg auf die Reichsregierung in Berlin übertragen worden war, wurde das Gebäude von 1937 bis 1944 zu deren Landeszentrale („Staatspolizeileitstelle Stuttgart“ – mit Zuständigkeit auch für Hohenzollern[3]), bei weitgehender personeller Kontinuität. Hier wurden zahlreiche „Staatsfeinde“ in Haft genommen und gefoltert, darunter viele Kriegsgefangene, von hier aus wurde die Deportation der württembergischen Juden organisiert. Gemeinsam mit der Kriminalpolizei betrieb die Gestapo auch den Terror gegenüber anderen Minderheiten wie den Sinti und Roma und den Homosexuellen. Alle eigenen Dokumente der Gestapo wurden am Ende des Krieges verbrannt, erhalten blieben jedoch Berichte der Überlebenden, von Angestellten, und der Angehörigen und Freunde der Toten. Die wichtigste Haftanstalt der Stapoleitstelle Stuttgart befand sich in Welzheim. Insgesamt rund 10 000 Häftlinge waren kürzere oder längere Zeit in diesem Gestapogefängnis inhaftiert.

Im Keller befanden sich bis zum Herbst 1944 drei „Verwahrzellen“. Bekannte Gefangene waren Kurt Schumacher, der spätere Vorsitzende der SPD, und die Kommunistinnen Liselotte Herrmann und Lina Haag. Beim Luftangriff auf Stuttgart am 12. September 1944 wurden Teile des Gebäudes zerstört, worauf man zunächst in den noch benutzbaren Büroräumen zusammenrückte. In der Heusteigstraße wurde eine neue Gestapozentrale eingerichtet, nach einigen Wochen erfolgte der Umzug. Im „Hotel Silber“ blieben jedoch mehrere Büros, darunter die Telefonzentrale. Da auch das bisherige Polizeigefängnis in der Büchsenstraße zerstört worden war, wurde der Keller des „Hotel Silber“ sogar zu einem größeren Gefängnis ausgebaut und als solches bis zum 19. April 1945 benutzt.[4] Noch am 13. April 1945, wenige Tage vor der Übergabe der Stadt, wurden hier vier Gefangene von der Gestapo erhängt.

Das Haus wurde nach Kriegsende von den Besatzern sofort wieder als Stuttgarter Polizeizentrale genutzt, die zerstörten Teile wurden 1946/1947 neu aufgebaut. Es behielt seine Funktion bis 1984/1985, als es vom Innenministerium übernommen wurde.

Die historische Bausubstanz[Bearbeiten]

Das „Hotel Silber“, im Vordergrund der Ostflügel

Bei der Schadenskartierung im Sommer 1945 wurde das Haus als „mittelschwer“ beschädigt bezeichnet, im Oktober desselben Jahres hieß es „mittel, auch zu erhalten“. Aufnahmen aus diesem Jahr zeigen, dass der östliche Gebäudeteil bis zum Dach, der westliche bis zum dritten Stockwerk von vier erhalten geblieben war. Entsprechendes geht aus den Plänen des Architekten, der den Wiederaufbau leitete, hervor. Am 8. Juli 1953 schrieb die Stuttgarter Zeitung angesichts laufender Renovierungsarbeiten am östlichen Gebäudeflügel: „Die aus dem Jahre 1898 stammende Fassade wird von ihrem steinernen Neo-Renaissance-Schmuck befreit. An Stelle der wurstartigen Erker (…) entstehen wieder normale Hausecken. Der große Balkon über dem Haupteingang ist auch schon entfernt. An seiner Stelle wird ein kleines Dach angebracht (…)“ – das auch heute noch zu sehen ist.[5]

Im Untergeschoss entsprechen die tragenden Wände, die Stützen und die meisten Türöffnungen einem erhaltenen Plan von 1941 (Stadtarchiv Stuttgart), lediglich einige Zwischenwände der Verwahrzellen und Wände zum mittleren Flur wurden nach dem Krieg entfernt. Ob sich unter dem gegenwärtigen Anstrich der ehemaligen Zellen noch der Verputz aus der Zeit der Nutzung durch die Gestapo befindet – möglicherweise mit Zeichnungen und Beschriftungen der damaligen Gefangenen – ist gegenwärtig unklar.

Im Ostflügel des Gebäudes sind im Sockelgeschoss sämtliche Schichten der Fassade bis hin zur Rustizierung erhalten. Im Innern des Ostflügels besteht über sämtliche Stockwerke die ursprüngliche Gebäudestruktur mindestens mit den Haupttragwänden und dem Treppenhaus fort.[6]

Eine stählerne Zellentür mit zahlreichen eingeritzten Botschaften von Gefangenen befindet sich seit 1970 im Besitz des Stuttgarter Stadtarchivs. Sie wurde zu Beginn der 80er-Jahre in einer Ausstellung über die Geschichte Stuttgarts im Dritten Reich gezeigt und kommentiert.[7]

Funktion als Sitz der Polizei und staatlicher Organe[Bearbeiten]

Periode Nutzung
1928–1933 Politische Polizei, Kriminalpolizei und Polizeipräsidium in der Weimarer Republik
1933–1945 Politische Polizei in der NS-Zeit
1945–1949 Verschiedene Polizeidienststellen u. a. Präsidialabteilung in den Nachkriegsjahren
1949–1984 Gefängnisanstalt und Kriminalpolizei
1985–1988 Sanierung
1988–2013 Teil des Innenministeriums

1928–1933[Bearbeiten]

Am Ende der Weimarer Republik, von 1928 bis 1933, befanden sich dort Behörden, die dem württembergischen Innenministerium unterstanden: Das Polizeipräsidium Stuttgart[8] sowie die Landesabteilungen der Kriminalpolizei und der Politischen Polizei[9]. Letztere überwachte u.a. die KPD und die NSDAP.[10]

1933–1945[Bearbeiten]

Während des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 war das Hotel Silber Dienstgebäude der Politischen Polizei. Ab 1933 wurde es als württembergische und ab 1937 zudem als hohenzollerische Zentrale genutzt. Ab Oktober 1936 unterstand die Politische Polizei nicht mehr dem württembergischen Innenministerium, sondern wurde Teil des Geheimen Staatspolizeiamts (Gestapo) in Berlin.[11][12]

Von der Dorotheenstraße 10 wurde während des Zweiten Weltkrieges ein Spionagenetz in der Schweiz unterhalten. Dabei sollten u.a. Informationen für einen möglichen Angriff NS-Deutschlands auf die Schweiz gewonnen werden.[13]

Von 1938 bis zum Endes des Zweiten Weltkrieges war Personal der Politischen Polizei bzw. der Gestapo Württemberg-Hohenzollern in den von NS-Deutschland besetzten bzw. eingegliederten Gebieten in den Einsatzgruppen und in Dienststellen des SiPo und des SD tätig. Darunter waren auch Leiter, wie Walter Stahlecker, der mehr als 240.000 Menschen, darunter 218.050 Juden, im Baltikum und in der Region um Leningrad umbringen ließ und stellvertretende Leiter, wie Wilhelm Harster, der für die Deportation von 82.773 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus den Niederlanden in die Vernichtungslager verantwortlich ist.[14][15][16][17]

Nach der Zerstörung des Westflügels durch die britische Luftwaffe im September 1944 wurde die Gestapo-Zentrale in die Heusteigstraße verlegt, die erhaltenen Räume wurden jedoch weiter genutzt, das Gefängnis im Keller wurde sogar vergrößert (s. oben, Bau- und Nutzungsgeschichte).

1945–2013[Bearbeiten]

In den Nachkriegsjahren stand das Hotel Silber unter französischer und dann unter US-amerikanischer Aufsicht.[18] Die westlichen Alliierten leiteten die Demilitarisierung, die Denazifizierung, die Dezentralisierung und die Demokratisierung der öffentlichen Ordnung ein.[19][20][21] Bis 1949 waren verschiedene Behörden der Polizei, die nach Anordnung der Alliierten städtisch wurde, dort untergebracht.[22]

Danach nutzte überwiegend die Kriminalpolizei das Gebäude, wobei im wiederaufgebauten Westflügel eine Gefängnisanstalt eingerichtet war.[23] 1973 wurde die städtische Polizei verstaatlicht, somit wurden die Behörden in der Dorotheenstraße 10 direkt dem Land Baden-Württemberg unterstellt.[24] Zwischen 1985 bis 1988 erfolgte eine Gebäudesanierung.[25] Ab 1988 bis 2013 wurde das Hotel Silber Dienstgebäude des Innenministeriums Baden-Württemberg.[26]

Minderheiten nach 1945[Bearbeiten]

Die Initiative Hotel Silber erklärt, dass nach 1945 von der Dorotheenstraße 10 aus Homosexuelle, Kommunisten und Sinti verfolgt wurden. Oft seien Kriminalpolizisten, die sie während des Nationalsozialismus peinigten, daran beteiligt gewesen.[27] Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ergänzt, dass Frauen, die des Schwangerschaftsabbruches verdächtig wurden, und Menschen, die „Asozial“ genannt wurden, verfolgt und kriminalisiert wurden.[28] Nach 1945 seien „fast alle Opfergruppen“ aus der NS-Zeit „außer den Juden“ von der Polizei beobachtet worden.

Diskussion um die Einrichtung eines Lern- und Erinnerungsortes[Bearbeiten]

Im Jahre 2007 wurden der Plan zur Neuordnung des Areals, das am Kaufhaus Breuninger angrenzt, vorgestellt. Das Land Baden-Württemberg und die Firma Breuninger wollten dort 270 Millionen Euro investieren, um Ministerien, Läden, Bars, Kneipen, Restaurants und ein Luxushotel zu bauen. Das Hotel Silber, ein Bürogebäude im Besitz der Landesstiftung, sollte dabei abgerissen werden.[29][30]

Anfang 2009 gründete sich die Initiative Hotel Silber, die zunächst aus zehn unterschiedlichen lokalen Gruppierungen bestand. Da das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stand und die Vorgaben der Stadt im Bebauungsplan lediglich ein Denkmal vorsahen, richtete sich das Ziel der Initiative auf den vollständigen Erhalt des Gebäudes, um eine Gedenk- und Lernstätte unterzubringen.[31][32] Strittig war, ob ein NS-Dokumentationszentrum für Stuttgart und Württemberg eingerichtet werden sollte und ob das Hotel Silber aufgrund mehrmaliger Umbaumaßnahmen und Zerstörung ein authentisches Gebäude aus der NS-Zeit sei.[33][34]

Nach intensiver Debatte sprachen sich die 2011 gewählte grün-rote Landesregierung und eine Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat für den Erhalt des Hotel Silbers aus.[35][36]

Die Jugendorganisationen der Regierungskoalition, die Grüne Jugend und die Jusos, der DGB Baden-Württemberg und die "Gruppe der Fünfzig" forderten eine internationale Expertenkommission für das Projekt. Im Dialog mit der Zivilgesellschaft, der Bürgerschaft und der Stadt Stuttgart solle diese die Konzeption für den Lern- und Gedenkort Hotel Silber ausarbeiten.[37] Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) kritisierte, dass das Land mehr Geld für das Hotel Silber-Projekt ausgibt als für die Förderung aller Gedenkstätten in Baden-Württemberg. Im April 2013 forderte sie die jährlichen Fördergelder zu erhöhen.[38] Bis 2017 wird das Land schrittweise die finanzielle Forderung der LAGG erfüllen.[39]

Nach der Entscheidung über den Erhalt des Gebäudes wurde an der Finanzierung und dem Konzept der Gedenkstätte gearbeitet. Nach langen Verhandlungen konnten sich die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg auf ein Finanzierungsmodell einigen. Das Land kommt demnach für den Umbau auf, während sich Stadt und Land die jährlichen Personal-, Sach- und Mietnebenkosten teilen.[40] Über die inhaltliche Konzeption gab es zunächst Kontroversen zwischen der Bürgerinitiative Hotel Silber und dem staatlichen Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Der Bürgerinitiative gehörten mittlerweile zwei Dutzend Organisationen an. Da sie wesentlich zum Erhalt des Gebäudes beitrug und die grün-rote Landesregierung versprach Bürgerbeteiligung stärker zu ermöglichen, soll eine Zusammenarbeit stattfinden.[41] Gefordert wird ein Konzept, das eine substanzielle Bürgerbeteiligung sicherstellt. - Im derzeit (Juli 2015) verhandelten Kooperationsvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart zum Hotel Silber sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.[42] Es soll eine weitreichende Beteiligung durch die ehrenamtlichen Historiker ermöglicht werden, die bundesweit einzigartig sei. Die Initiative bekomme ein Mitspracherecht im Verwaltungsrat und eigene Räume. Die Gesamtverantwortung und Trägerschaft liegt beim Haus der Geschichte. Der Gedenkort soll im Jahr 2017 eröffnet werden.[43]

Eine Internetseite des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg zum "Geschichtsort Hotel Silber" ging bereits im Juli 2012 online.[44]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hrsg.): Tatort Dorotheenstraße, Peter-Grohmann-Verlag, Stuttgart 2009. 74 Seiten. (Alte Fotos; viele Erstveröffentlichungen von Zeitzeugen über die Folterungen im Gestapohaus).
  • Hermann G. Abmayr (Hrsg.): Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder. Wir haben nur unsere Pflicht getan für Volk und Vaterland. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89657-136-6.
  • Hartmut Ellrich: Das historische Stuttgart, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-381-6.
  • Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern, Schmetterling Verlag, Stuttgart 2013. (Eindringliche Studie zum gesellschaftlichen Funktionieren der Gestapo überhaupt anhand der vielseitig und detailliert vorgestellten lokalen Verhältnisse).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hotel Silber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachweis der "Außendienststelle Sigmaringen" im Geschäftsverteilungsplan der Staatspolizeileitstelle Stuttgart: Staatsarchiv Ludwigsburg Bestand K 100 (Staatspolizeileitstelle Stuttgart) Bü 9.
  2. Ellrich, S. 43 (siehe Literatur)
  3. S. oben Anm. 1
  4. Staatsarchiv Ludwigsburg, Verfahren gegen Gottfried Mauch. Vgl. Hermann G. Abmayr (Hg.): Stuttgarter NS-Täter. Vom Mitläufer bis zum Massenmörder. Wir haben nur unsere Pflicht getan für Volk und Vaterland, Stuttgart: Schmetterling Verlag 2009, S. 145.
  5. Die genannten Aufnahmen sind reproduziert im Aufsatz von Roland Ostertag: HOTEL SILBER – zum Thema. Gebäude und Stadt, in: Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hg.): Tatort Dorotheenstraße, Stuttgart: Peter-Grohmann-Verlag 2009, S. 18–25, für die Zitate siehe ebd. S. 22 f. Die Aufrisszeichnung von 1946 für den Wiederaufbau in derselben Broschüre S. 30 f.
  6. Zu diesem und dem vorherigen Abschnitt vgl. Roland Ostertag: Aktennotiz vom 9. März 2009, in: Initiative für einen Gedenkort im ehemaligen Hotel Silber (Hg.): Tatort Dorotheenstraße, Stuttgart: Peter-Grohmann-Verlag 2009, S. 26 f., und die Seite "Baugeschichte" des Informationsportals "Hotel Silber. Virtueller Geschichtsort".
  7. Walter Nachtmann: Sie sind jedoch vergessen. Ein vergessenes Konzentrationslager mitten in Stuttgart. In: Stuttgart im Dritten Reich: Anpassung, Widerstand, Verfolgung, Stuttgart 1984. S. 566 f.
  8. Vor 1933 – Die neue Polizei in Württemberg. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Das Landespolizeiamt wurde 1923 mit der Polizeidirektion Stuttgart zum neuen Polizeipräsidium zusammengelegt. Dies unterstand fortan dem württembergischen Innenministerium.“
  9. Projekt „Erinnerungsort Hotel Silber“. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 4. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „mit dem Landeskriminalamt und der Politischen Polizei auch zwei Abteilungen die landesweit agieren (Vierte Seite)“
  10. Vor 1933 – Die Politische Polizei in der Weimarer Republik. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Die Politische Polizei überwachte vor allem die KPD und ihr nahe stehende Organisationen. Aber auch die NSDAP stand nicht erst mit den zunehmenden Wahlerfolgen Ende der 1920er Jahre im Fokus der Aufmerksamkeit. Ihre Agitation, Organisation und politische Entfaltung war schon ab 1923 fester Bestandteil der Lageberichte.“
  11. Staatspolizeileitstelle im Hotel Silber. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  12. Nachweis der "Außendienststelle Sigmaringen" im Geschäftsverteilungsplan der Staatspolizeileitstelle Stuttgart: Staatsarchiv Ludwigsburg Bestand K 100 (Staatspolizeileitstelle Stuttgart) Bü 9.
  13. Das Referat für Spionage, Sabotage und Abwehr. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Während des Zweiten Weltkriegs unterhielt das Referat unter der Leitung von Anton Rothmund ein weit verzweigtes Netz von Kurieren und Informanten in der neutralen Schweiz. Zum einen, weil die Schweiz als mögliches Angriffsziel für die Wehrmacht betrachtet wurde...“
  14. Die Stellvertreter: Wilhelm Harster. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  15. Die Leiter: Walter Stahlecker. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  16. Radikalisierung während des Zweiten Weltkriegs – Die Gestapo und der Völkermord. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 12. Januar 2015.
  17. Diese Haltung. Spiegel, 23. Januar 1967, abgerufen am 28. Juli 2015.
  18. Micha Brumlik, Hans Ulrich Gumbrecht, Ernst Ulrich von Weizsäcker: Expertencluster 'Die Dorotheenstraße 10 – Hotel Silber'. Stiftung Topographie des Terrors Gedenkstättenreferat, 17. Juni 2014, S. 2, abgerufen am 26. November 2014.
  19. Die Bundesrepublik – vom "Provisorium" zum Verfassungsstaat – Die alliierte Übergangszeit bis 1949. Deutsche Hochschule der Polizei, abgerufen am 31. Januar 2015: „In den ersten Jahren nach Kriegsende 1945 prägen die alliierten Besatzungsmächte Ziel und Neuaufbau der öffentlichen Ordnung, einschließlich der Polizeiausbildung.Maßgebend auch für die alliierte Polizeipolitik sind die 4 'D': Demilitarisierung, Denazifizierung, Dezentralisierung und Demokratisierung.“
  20. Internierung und Entnazifizierung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Sowohl französische als auch amerikanische Militärbehörden suchten in ihren Besatzungszonen gezielt nach ehemaligen Gestapo-Mitarbeitern. Gleichzeitig machten sie es den verbleibenden deutschen Polizeidienststellen zur Pflicht, alle früheren Mitglieder der Gestapo, der SS und des SD zu verhaften. In mehreren Internierungslagern, die bis zum Herbst 1946 unter alliierter Kontrolle standen, wurden diese bis zu ihren Spruchkammerverfahren festgehalten.“
  21. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Von den 103 Beamten nd Angestellten der Kriminalpolizei, die im Juli 1945 im Dienst waren, wurden in der Folge 98 auf Anordnung der Militärregierung entlassen. Als langjährige NSDAP- oder SS-Mitglieder kamen sie zunächst nicht in Frage, den angestrebten Neuanfang der Polizei zu gestalten. Stattdessen wurden neue Kräfte angeworben, die aber in der Regel keinerlei Erfahrung in der Polizeiarbeit mitbrachten.Wie schon nach dem Ersten Weltkrieg bot die Polizei auch jetzt wieder vielen ehemaligen Soldaten eine Beschäftigung. Aber auch aus den Reihen der von den Nationalsozialisten Verfolgten stießen einige zur Polizei. Sie wollten beim Aufbau einer demokratischen Polizei mitwirken.“
  22. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg – Organisation und Unterbringung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Auf Anordnung der Alliierten wurde die Polizei dezentralisiert. Das Stuttgarter Polizeipräsidium wurde dem Stuttgarter Oberbürgermeister unterstellt und war somit bis zur Verstaatlichung 1973 eine Kommunalbehörde.“
  23. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  24. Polizeipräsidium und Kriminalpolizei nach dem Krieg – Organisation und Unterbringung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Januar 2015: „Auf Anordnung der Alliierten wurde die Polizei dezentralisiert. Das Stuttgarter Polizeipräsidium wurde dem Stuttgarter Oberbürgermeister unterstellt und war somit bis zur Verstaatlichung 1973 eine Kommunalbehörde.“
  25. Baugeschichte. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  26. Dienstgebäude. Innenministerium Baden-Württemberg, abgerufen am 10. Januar 2015.
  27. Presseerklärung 25. Oktober 2010. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 25. Oktober 2010, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Nach 1945 zog hier die Kriminalpolizei ein und Sinti, Homosexuelle und Kommunisten mussten die Kontinuität der Verfolgung erleben, waren dort vielfach erneut mit ihren Peinigern aus der NS-Zeit konfrontiert (Siebter Punkt)“
  28. Projekt „Erinnerungsort Hotel Silber“. Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 4. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015: „Von hier aus wurden weiterhin Homosexuelle,Frauen, die im Verdacht standen, eine Schwangerschaft abgebrochen zu haben oder „Asoziale“ verfolgt und kriminalisiert. (Zweite Seite)“
  29. Hildegund Oßwald und Achim Wörner: Das Projekt 'Da Vinci' – eine Chronik. Stuttgarter Zeitung, 20. Oktober 2011, abgerufen am 7. Januar 2015.
  30. Hotel Silber: Einigung über Finanzierung. Schwäbisches Tagblatt, 9. Dezember 2013, abgerufen am 10. Januar 2015.
  31. Jürgen Bock: Initiative will Abriss verhindern Denkmalschutz soll früheres Hotel Silber retten. Stuttgarter Nachrichten, 13. März 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  32. Neun gute Gründe für ein NS-Dokumentationszentrum im Hotel Silber. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, archiviert vom Original am 13. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2015.
  33. Thomas Borgmann: Das Erbe aus der Nazizeit. Der Kampf um das Hotel Silber. Stuttgarter Zeitung via „Spur der Erinnerung, 15. Mai 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  34. Iris Frey, Elke Hauptmann: Streit um Gedenken an „Hotel Silber“. Eßlinger Zeitung, 20. Mai 2009, abgerufen am 10. Januar 2015.
  35. Thomas Borgmann: Das Hotel Silber soll erhalten bleiben. Stuttgarter Zeitung, 9. Mai 2011, abgerufen am 10. Januar 2015.
  36. Pressemitteilung 29. April 2011 Das erste Ziel ist erreicht: Das Hotel Silber bleibt erhalten. Initiative Gedenk- und Lernort Hotel Silber, 29. April 2011, archiviert vom Original, abgerufen am 30. Januar 2015.
  37. Schreiben an Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Herr Winfried Kretschmann. Grüne Jugend Baden-Württemberg, 1. Juni 2012, archiviert vom Original, abgerufen am 31. Januar 2015.
  38. Rüdiger Soldt: Erinnerungen kosten Geld. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. März 2013, abgerufen am 12. Januar 2015.
  39. Thomas Faltin: Hotel Silber in Stuttgart: Ausstellung öffnet Mitte 2017. Stuttgarter Zeitung Online, 28. Juli 2014, abgerufen am 25. Juli 2015.
  40. Hotel Silber: Land und Stadt Stuttgart einigen sich. Stuttgarter Zeitung Online, 24. Juni 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  41. Thomas Faltin: Zwischen den Betreibern knirscht es. Stuttgarter Zeitung, 13. Oktober 2014, abgerufen am 10. Januar 2015.
  42. Hotel Silber: Stadt und Land vereinbaren Kooperation - Erinnerungsort in Stuttgarts Zentrum soll 2017 öffnen. Stadt Stuttgart, 24. Juni 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  43. Thomas Faltin: Gedenkstätte in Stuttgart: Durchbruch beim Hotel Silber. Stuttgarter Zeitung, 24. Februar 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  44. Jette Nagel: Virtuell das „Hotel Silber“ erkunden. Damals – Das Magazin für Geschichte – Konradin Medien GmbH, 24. Juli 2012, abgerufen am 9. Januar 2015.

48.7755879.181657Koordinaten: 48° 46′ 32″ N, 9° 10′ 54″ O