IHK-Zertifikat

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Ein IHK-Zertifikat ist eine Urkunde, die nach bestandenem Zertifikatstest von einer Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgehändigt wird. Mit einem IHK-Zertifikat belegt der Inhaber, dass er sich im zertifizierten Themenfeld berufs- und praxisnah weitergebildet hat.

Im Regelfall gehen dem Testverfahren Bildungsmaßnahmen voraus, die entweder durch die jeweilige IHK selbst oder von einem kooperierenden Weiterbildungsanbieter durchgeführt werden. Die Zertifikatsvergabe erfordert, dass die Teilnehmerin oder der Teilnehmer an mindestens 80 % des Lehrgangs teilgenommen und das IHK-Zertifikats-Testverfahren erfolgreich durchlaufen hat.

Ein IHK-Zertifikatslehrgang zeichnet sich durch aktuelle Themenstellungen und hohe Praxisnähe aus. Er entspricht einem Workload von mindestens 50 Lernstunden. Eine höchstzahl an Lernstunden gibt es nicht. Da ein IHK-Zertifikatslehrgang aber praxisnah und meist berufsbegleitend erfolgt überschreitet er eigentlich niemals 200 Lehrgangsstunden. Die absolvierte Stundenzahl, wird ausgewiesen und ist von Bedeutung. Denn je höher die angegebenen Lehrgangsstunden, desto umfassender ist das vermittelte praxisnahe KnowHow.

Das IHK-Zertifikat enthält den Titel der Weiterbildung sowie Angaben über die bearbeiteten Themen und die vermittelten Kompetenzen. Das IHK-Testergebnis wird im Zertifikat nicht ausgewiesen, sondern nur in Ausnahmefällen vom Bildungsträger bescheinigt sofern es überhaupt erfasst wird. Denn es geht in einem IHK-Zertifikatslehrgang vor allem darum, dass Absolventen nachweisen, dass sie sich eingehend mit dem jeweiligen Thema beschäftigt haben. Das unterscheidet einen IHK-Zertifikatslehrgang maßgeblich von einer öffentlich-rechtlichen Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Das IHK-Zertifikat selbst entspricht einem bundeseinheitlichen Standard, den die jeweilige IHK den eigenen regionalen Anforderungen anpasst. Zahlreiche IHK-Zertifikatslehrgänge[1] entwickeln IHKs gemeinsam mit der DIHK-Bildungs-GmbH und in enger Zusammenarbeit mit Experten aus der Wirtschaft. Dadurch sind sie aktuell und nah am beruflichen Alltag orientiert. Die Konzepte stehen nach der Entwicklung den Industrie- und Handelskammern zur Verfügung, um die berufliche Weiterbildung im jeweiligen Zuständigkeitsbereich zu fördern.

IHK-Zertifikate sind aufgrund ihrer Praxisnähe bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern sehr beliebt. Auch international steigt das Interesse an dieser Form des Nachweises beruflicher Weiterbildung. Deshalb bietet die IHK auch eine Ausfertigung in englischer Sprache an.

Ein IHK-Zertifikat unterscheidet sich also wesentlich von einem IHK-Prüfungszeugnis, das für erfolgreich absolvierte Prüfungen nach BBIG in anerkannten Ausbildungsberufen oder Weiterbildungen ausgestellt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundeseinheitliche IHK-Zertifikatslehrgänge. In: Website DIHK-Bildungs-GmbH der. Abgerufen am 9. Oktober 2019.