Illapu

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Illapu 2019

Illapu, ist eine chilenische Musikgruppe, die 1971 in der im Norden gelegenen Stadt Antofagasta gegründet wurde. Die Gründer der Gruppe sind die Brüder José Miguel, Jaime, Andrés und Roberto Márquez Bugueño.

Illapu bedeutet in der Sprache der Quechua „Blitz“.

1972 zogen sie nach Santiago de Chile, um mehr Auftrittsmöglichkeiten zu finden und Studioaufnahmen zu machen. Sie nahmen ihr erstes Album, Música Andina, für das Label DICAP auf. Kurz darauf gewannen sie einen Preis beim Norte Andino Festival (Andean North Festival) in Calama mit der Interpretation von Dale Mañungo, komponiert von dem Songwriter Nano Acevedo.

1973 trat Illapu zum ersten Mal beim renommierten Musikfestival Internacional de la Canción de la Viña del Mar auf. Ihr neuartiger musikalischer Ansatz und ihre Ästhetik auf der Bühne brachten Illapu die Anerkennung der Musikkritik und Publikumszuspruch ein. In dieser Phase begannen sie als neues Element in der Bewegung Nueva Canción Chilena („Neues chilenisches Lied“) zu gelten. Die finanziellen Mittel, die unter der Regierung der Volkseinheit von Salvador Allende für Kunst und Kultur bereitgestellt wurden, ermöglichten es Illapu, ihr künstlerisches Potenzial zu entfalten.

Nach einem Kontzertaufenthalt im Ausland 1981 wurde ihnen vom Pinochet-Regime die Einreise verweigert und so wurden die Musiker 1981 ins Exil gezwungen – zuerst gingen sie nach Frankreich und später nach Mexiko-Stadt. 1988 kehrten sie aufgrund des verbesserten politischen Klimas nach Chile zurück.

Die Gruppe trat während ihres politischen Exils erstmals beim Festival des politischen Liedes 1982 in Berlin auf.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Música Andina 1972
  • 1972: Música Andina
  • 1975: Chungará
  • 1976: Despedida del Pueblo
  • 1977: Raza Brava
  • 1978: Canto Vivo
  • 1979: El Grito de la Raza
  • 1980: En vivi: Teatro De La Ville Paris
  • 1981: El Canto de Illapu
  • 1983: Y es Nuestra
  • 1984: De Libertad y Amor
  • 1986: Para Seguir Viviendo
  • 1988: Divagaciones
  • 1989: En vivo: Parque La Bandera
  • 1992: Vuelvo Amor... vuelvo vida, Divagaciones
  • 1993: En Estos Días
  • 1995: Multitudes
  • 1998: Morena Esperanza
  • 2000: Momentos Vividos
  • 2001: Antología 1971-82
  • 2002: Ojos de Niño
  • 2006: Vivir es Mucho Más
  • 2008: Vivo
  • 2014: Con Sentido y Razón
  • 2016: Antología Viva

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Festivalteilnehmer 1970-1990 – Festival Musik und Politik. Abgerufen am 10. Dezember 2018 (deutsch).