Immersion (Film)

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Der Begriff der filmischen Immersion bedeutet das Eintauchen in eine künstliche Welt durch Auflösung der räumlichen Grenzen, die noch Theater und Oper bestimmten. Das Konzept geht auf einen Text von Béla Balázs aus dem Jahr 1938 zurück und bezeichnete dort den Eingang, also die Tür in einen anderen Raum:

„Der Film hat dieses Prinzip der alten räumlichen Künste - die Distanz und die abgesonderte Geschlossenheit des Kunstwerkes - zerstört. Die bewegliche Kamera nimmt mein Auge, und damit mein Bewußtsein, mit: mitten in das Bild, mitten in den Spielraum der Handlung hinein. Ich sehe nichts von außen. Ich sehe alles so, wie die handelnden Personen es sehen müssen. Ich bin umzingelt von den Gestalten des Films und dadurch verwickelt in seine Handlung. Ich gehe mit, ich fahre mit, ich stürze mit - obwohl ich körperlich auf demselben Platz sitzen bleibe.“[1]

Im Gegensatz dazu steht die Metapher des Fensters in den anderen Bildmedien; durch das Fenster kann man zwar in einen anderen Raum hineinschauen, ihn jedoch nicht betreten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oliver Grau: Virtual Art. From Illusion to Immersion. MIT Press, Cambridge 2003, ISBN 0-262-07241-6.
  • Gertrud Koch/Christiane Voss (Hrsg.): "Es ist als ob" - Fiktionalität in Philosophie, Film- und Medienwissenschaft. München 2009. ISBN 978-3-7705-4511-7.
  • Gertrud Koch/Christiane Voss (Hrsg.): … kraft der Illusion. München 2006. ISBN 978-3-7705-4177-5
  • Immersion. Ausgabe 17. Februar 2008 von Montage AV. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation.
  • Christiane Voss: Fiktionale Immersion zwischen Ästhetik und Anästhesierung. In: Image 8. Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaft, Ausgabe vom 1. September 2008. PDF.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Béla Balázs: Zur Kunstphilosophie des Films (1938). In: F.-J. Albersmeier (Hrsg.): Theorie des Films. Reclam, Stuttgart 1995, ISBN 3-15-009943-9, S. 204–226, hier S. 215.