Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik

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Das Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) wurde 1988 auf Initiative von Medizinern, Juristen und Geisteswissenschaftlern in Wien gegründet. Ziel des Instituts ist es, den Dialog von Medizin und Ethik in Forschung und Praxis auf Grundlage des christlichen Menschenbildes zu fördern. Die Österreichische Bischofskonferenz übernahm 1990 die Patronanz des Vereins.

Da sowohl damals wie heute die Entscheidungsträger des IMABE-Instituts dem Opus Dei angehören (Enrique H. Prat de la Riba[1], Johannes Bonelli[2], Klaus Küng[3], Susanne Kummer[4] und Andere), muss das Institut als eine dem Opus Dei nahestehende Organisation gewertet werden.

Aufgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fortschritte von Medizin und Forschung haben die Lebenssituation des Einzelnen in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Gleichzeitig sind die ethischen Herausforderungen gewachsen: Was wollen wir können – mit Blick auf den Mensch in seiner unantastbaren Würde, sei es am Lebensbeginn, am Lebensende oder im Zuge der ärztlichen Behandlung?

IMABE arbeitet interdisziplinär. Die wichtigste Aufgabe des Instituts ist eine fachübergreifende und unabhängige Forschung auf den Gebieten von Medizin und Ethik. Darüber hinaus sollen die ethischen Implikationen in der Entwicklung von Medizin und Forschung beleuchtet und in ihrer gesellschaftspolitischen Dimension kritisch hinterfragt werden.

Interessenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Verbände und Organisationen, die an einer Auseinandersetzung mit aktuellen medizin-ethischen Fragen auf Grundlage der Menschenwürde und Menschenrechte interessiert sind.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Forschung im Bereich medizinischer Anthropologie und Bioethik; ethische Bewertung medizinischer Verfahren; Suche nach Alternativen für ethisch nicht vertretbare Methoden
  • Beratung von Personen und Institutionen im Gesundheitswesen
  • Fallstudien für Ärzte und Krankenschwestern
  • Symposien
  • Interdisziplinäre Expertengespräche zu aktuellen medizin-ethischen Themen: Medizin, Philosophie, Psychologie, Pharmazie, Rechtswissenschaft, Demographie, Soziologie und Theologie

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imago Hominis: Quartalschrift des Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik (seit 1994)
  • Newsletter: Aktuelles zu bioethischen Themen aus Politik, Medizin und Gesellschaft (monatlich)
  • IMABE-Infos: kurze Darstellung von ethischen Aspekten medizinischer Verfahren (Themen: Placebo, IVF, AIDS, Therapiereduktion, Tabakrauchen, Klonen, Stammzellenforschung etc.)
  • IMABE-Studien: wissenschaftliche Schriftenreihe
  • Buchreihe „Medizin und Ethik“ (Springer-Verlag)
  • Ethische Erklärungen: Erklärungen und Stellungnahmen zu medizinethischen Fragen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil, Band 18. Wirtschafts-trend Zeitschriftenverlag, 1987, S. 64 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Wochenpresse, Band 44. Kurier-Zeitungsverlag und Druckerei, 1989, S. 39 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Küng und das österreichische Opus Dei. In: Der Standard. 1. Juni 2006, abgerufen am 2. November 2017.
  4. Susanne Kummer: Opus Dei-Österreich: Neue Homepage und neue Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. In: opusdei.at. 22. März 2014, abgerufen am 2. November 2017.