Interkultureller Rat in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Interkulturelle Rat in Deutschland e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich auf Bundes-, Länder und kommunaler Ebene für das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagiert. Der Interkulturelle Rat wurde 1994 unter anderem von Jürgen Micksch gegründet. Sitz des Vereins ist Frankfurt am Main. Die Geschäftsstelle befindet sich in Darmstadt.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine Arbeit sollen folgende Ziele verfolgt werden:

  • Austausch über Fragen des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft.
  • Frühzeitige Identifizierung von Herausforderungen und Problemen im Zusammenleben.
  • Entwicklung von Konzepten und Umsetzung modellhafter Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenlebens.
  • Kompetente Beratung von Entscheidungsträgern in der Zivilgesellschaft, in Parlamenten, Regierungen und der Verwaltung.

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptziel ist die Verbesserung des Zusammenlebens in der ethnisch, kulturell und religiös heterogenen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland zu fördern. Dies soll im Rahmen von verschiedenen Projekten realisiert werden, welche durch die Mitgliederversammlung geplant und begleitet und in der Geschäftsstelle des Interkulturellen Rates durchgeführt werden. Des Weiteren initiiert der Interkulturelle Rat Runde Tische, Gesprächsforen oder Gremien auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene, in denen an der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gearbeitet wird. Veröffentlichungen wie Argumentationshilfen und Broschüren sowie Fachtagungen und Konferenzen sollen dazu dienen, Konflikte im Zusammenleben zu benennen und zu versachlichen. Einen Überblick über die konkrete Arbeit bieten die Jahresberichte.

Aktuelle Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgeschlossene Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen (eingestellt zum 31. Dezember 2010)
  • Dialog vor Ort: Kommunale Islamforen (eingestellt zum 31. Dezember 2010)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein veröffentlicht vielfältige Informationsmaterialien zu seinen Arbeitsschwerpunkten aber auch aktuelle Stellungnahmen und Pressemitteilungen zu gesellschaftspolitischen Ereignissen. Mehrmals im Jahr informiert der Interkulturelle Rat zudem in seinem Newsletter „IR-Informationen“ über seine Projektarbeit.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein finanziert sich primär aus privaten Spenden, Zuwendungen von Stiftungen und aus der gewerblichen Wirtschaft und Teilfinanzierungen aus öffentlichen Geldern.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein sind Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Religionsgemeinschaften, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen, Kommunen und staatlichen Stellen, Medien, Wissenschaft und Sport aktiv. Mitglied werden können Personen als Vertretung meist bundesweit agierender Organisationen. Die Mitgliedschaft ist jedoch personengebunden und erfolgt auf Vorschlag an den Vorstand und die Mitgliederversammlung. Über die Aufnahme eines Mitgliedes entscheidet die Mitgliederversammlung. Eine aktuelle Liste der Mitglieder findet sich auf der Website des Interkulturellen Rates.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aktuelle Vorstand setzt sich aus dem Vorsitzenden Jürgen Micksch und seinem Stellvertreter Giovanni Pollice sowie dem Schatzmeister Günter Burkhard und den BeisitzerInnen Naime Cakir, Ulrike Foraci, Michael Hugo und Axel Schulte zusammen. Der Vorstand wird aus der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Geschäftsstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsstelle wird derzeit von dem Vorsitzenden des Vorstandes, dem Geschäftsführer und zwei Projektreferentinnen besetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webseite des Interkulturellen Rates