Internationales Uhrenmuseum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Haupteingang des Museums
Ausstellungsraum

Das Internationale Uhrenmuseum (französisch Musée international d’horlogerie, abgekürzt MIH) ist ein Museum in der schweizerischen Stadt La Chaux-de-Fonds.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde 1900 auf Initiative von Maurice Picard vom Stadtrat von La Chaux-de-Fonds gegründet und 1902 eröffnet.

Der unterirdische Bau wurde zu Beginn der 1970er Jahre errichtet und ist von einem Park umgeben, in dem 1980 ein Carillon aufgestellt wurde. Das Uhrenmuseum befindet sich im Besitz der Stadt La Chaux-de-Fonds und ist als nationales Kulturgut aufgeführt.

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum ist der Geschichte der Zeitmessgeräte gewidmet. Es enthält naturgemäss zahlreiche Ausstellungsstücke aus der Schweiz, wie beispielsweise eine Orgeluhr von Pierre Jaquet-Droz, einen der ersten Schiffschronometer von Ferdinand Berthoud, mehrere Werke von Abraham Louis Breguet und einen Überblick über die Geschichte der Neuenburger Pendule. Daneben sind aber auch Comtoise-Uhren und weitere Beispiele aus der Werkstatt französischer Meister wie Antide Janvier zu sehen. Von Giovanni Dondi ist eine Replik des Astrariums, einem der ersten Beispiele einer astronomischen Uhr ausgestellt.

Das Museum zeigt mehr als 4500 Kollektionsstücke, davon 2700 Uhren und rund 700 Wanduhren.

Restaurationszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Restaurationszentrum für antike Uhren (Centre de restauration en horlogerie ancienne) führt Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Museumssammlungen und gelegentlich auch für Privatpersonen durch.

Forschungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Forschungszentrum „Der Mensch und die Zeit“ (Centre d’études L’Homme et le Temps) bewahrt Dokumenten- und Archivbestände im Zusammenhang mit der Zeitmessung und der Uhrmacherei auf. Das Institut steht Forschern und Bibliotheknutzern des Museums zur Verfügung.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Collections du Musée International d’Horlogerie La Chaux-de-Fonds, Suisse. Une sélection parmi 3100 objets. Ausstellungskataloge des Musée International d’Horlogerie, La Chaux-de-Fonds 1974.
  • Catherine Cardinal: Uhren in der Geschichte, Kunst und Wissenschaft. Meisterwerke des Internationalen Uhrenmuseums in La Chaux-de-Fonds, Schweiz. Lausanne 1984.
  • Catherine Cardinal, François Mercier: Musées d’horlogerie: La Chaux-de-Fonds, Le Locle. Zürich 1993.
  • Catherine Cardinal, Jean-Michel Piguet: Auswahlkatalog: Institut L’Homme et le Temps et Musée International d’Horlogerie. La Chaux-de-Fonds 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Internationales Uhrenmuseum La Chaux-de-Fonds – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.chaux-de-fonds.ch/musees/mih/infos-pratiques/contact

Koordinaten: 47° 6′ 2,9″ N, 6° 49′ 48,4″ O; CH1903: 553805 / 216824