Internetangriffe auf Estland 2007

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Die Internetangriffe auf Estland begannen am 27. April 2007 und hielten mehrere Wochen an. Sie richteten sich gegen staatliche Organe, darunter das estnische Parlament, den Staatspräsidenten sowie diverse Ministerien, Banken und Medien. Zur gleichen Zeit kam es seit dem Abend des 26. April 2007 zu einem Aufruhr von russischstämmigen Esten wegen der Umstellung des Bronzesoldaten von Tallinn. Deshalb wird vermutet, dass Russland Auftraggeber der Angriffe ist, diese Vorwürfe wurden jedoch später relativiert.[1] Die Attacken waren vorwiegend Denial of Service-Angriffe unter Verwendung eines Botnetzes und sorgten für einen zeitweisen Ausfall vieler nationaler Internetdienste. Ziele waren Websites von Regierung und Parlament sowie die diverser Medien und Banken. Dadurch wurde teilweise auch der Geschäftsverkehr beeinträchtigt, insbesondere im Bereich Online-Banking.

Im Jahr 2008 wurde ein russischstämmiger estnischer Staatsbürger angeklagt und verurteilt. Im März 2009 bekannte sich Konstantin Goloskokow, ein Funktionär der regierungsnahen russischen Jugendorganisation Naschi, als Drahtzieher der Angriffe.[2] Die russische Regierung wies in der Folge jedoch alle Vorwürfe zurück.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Konrad Lischka: Cyber-Angriffe: Estland schwächt Vorwürfe gegen Russland ab. In: Spiegel Online. 18. Mai 2007, abgerufen am 21. Februar 2014.
  2. Internet-Sabotage: Kreml-Jugend bekennt sich zu Attacke auf Estland. In: Die Welt. 11. März 2009, abgerufen am 21. Februar 2014.