Iolaos (Sohn des Antipater)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Iolaos oder Iollas (giech: Ἰόλαος; † um 318 v. Chr.) war der angebliche Mörder Alexanders des Großen.

Er war der jüngste Sohn von Antipater, der als Regent von Makedonien ein Intimfeind der Königinmutter Olympias war. Sein Bruder war Kassander.

Iolaos wird in den letzten Jahren des Asienfeldzuges als Page von Alexander genannt.[1] Es wurde gemutmaßt, dass er 323 v. Chr. in Babylon anlässlich des Trinkgelages des Medios den König vergiftet habe, der darauf nach kurzer Krankheit verstarb.[2][3][4][5][6]

Im Jahr 322 v. Chr. führte Iolaos seine Schwester Nikaia nach Asien, um sie dort mit dem Reichregenten Perdikkas zu verheiraten. Der aber verstieß sie, um Kleopatra zu heiraten.[7]

Als während des zweiten Diadochenkrieges 317 v. Chr. Olympias aus ihrem Exil in Epirus nach Pella zurückkehrte, ließ sie als Rache für den vermeintlichen Mord an ihrem Sohn Iolaos' Grab schänden.[8]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Justin, 12.14.9
  2. Arrian, Anabasis 7.27.1-2
  3. Justin, 12.13.6
  4. Curtius Rufus, 10.10.14-19
  5. Plutarch, Alexander 77.2-3
  6. Diodor, 17.118.1-2
  7. Arrian, Tà metà Aléxandron FGrHist 156 F9 §21
  8. Diodor, 19.11.8