Ipsarion

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Ipsarion
Anstieg aus südlicher Richtung

Anstieg aus südlicher Richtung

Höhe 1206 m
Lage Thasos, Thrakisches Meer, Griechenland
Koordinaten 40° 42′ 11″ N, 24° 42′ 22″ OKoordinaten: 40° 42′ 11″ N, 24° 42′ 22″ O
Ipsarion (Griechenland)
Ipsarion
Gestein Gneis, Marmor
Besonderheiten höchster Berg der Insel
Die Nordostseite des Ipsarion: Dichte Wälder unter steilen Felswänden

Die Nordostseite des Ipsarion: Dichte Wälder unter steilen Felswänden

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Der Ipsarion oder Ypsario (griech.: Υψαριο), auch Psario (Ψαριό) ist mit 1206 Metern der höchste Berg der griechischen Insel Thasos.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg liegt im Nordosten der Insel und ist der herausragende Punkt eines ausgeprägten Gebirgskamms, der die gesamte Insel durchzieht und hier in Nordwest-südöstlicher Richtung verläuft. Der Ipsarionkamm ist von deutlichen Schichtstufen geprägt. Schichten von Gneis liegen dabei über solchen aus Marmor, in deren Bereich Karsterscheinungen zu finden sind. Nach Nordosten hin fällt er auf seiner Stirnseite mit schroffen Felswänden zum Dorf Potamia ab. Die südwestlich liegende Rückseite ist wesentlich flacher.[1]

Klima und Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Höhenlage herrscht hier nicht mediterranes, sondern feuchteres, gemäßigteres Klima, durch die Kammlage kommt es zu Stauniederschlägen, die im Winter auch in Form von bis zu 50 cm Schnee fallen können und für hohe Niederschlagswerten auf der gesamten Insel sorgen.[2] Die Vegetation ist auf der Südseite bis in die Gipfelregion von lichtem Wald und Wiesen geprägt. Auf der Nordostseite findet man unterhalb der Felswände und Schutthalden dichte Wälder, die hier durch das besonders feuchte Klima und zahlreiche Quellen gedeihen. Unterhalb von etwa 250 Metern sind ausgedehnte Olivenhaine zu finden.[3]

Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Gipfel des Ipsarion steht eine Radaranlage der griechischen Armee, die jedoch aufgrund von Protesten der Anwohner nie fertiggestellt wurde.[4] Am Gipfel ist ein Gipfelbuch vorhanden; eine Besteigung des Berges über Wanderwege von Potamia aus nimmt etwa vier Stunden in Anspruch.[5] Auf der Südwestseite ist der Ipsarion auch mit einer Straße erschlossen, die aber nur mit Geländewagen befahrbar ist. Am Fuße des Berges, wo der Wanderweg im Dorf Potamia beginnt, gibt es zwei Wasserquellen für Wanderer.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ipsarion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Weingartner: Die Insel Thasos - eine physisch-geographische Synthese. In: Institut für Geographie der Universität Salzburg (Hrsg.): Salzburger geographische Arbeiten. Band 24. Salzburg 1994, S. 90–91, 128.
  2. Herbert Weingartner: Die Insel Thasos - eine physisch-geographische Synthese. In: Institut für Geographie der Universität Salzburg (Hrsg.): Salzburger geographische Arbeiten. Band 24. Salzburg 1994, S. 11–14.
  3. Herbert Weingartner: Die Insel Thasos - eine physisch-geographische Synthese. In: Institut für Geographie der Universität Salzburg (Hrsg.): Salzburger geographische Arbeiten. Band 24. Salzburg 1994, S. 19.
  4. http://www.travel-infopoint.de/griechenland/thassos/thassos2005/ipsarion-radarplatform.htm
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 20. Juni 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.firstchoice.co.uk