Isolierstoß

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Isolierstoß mit Kunststofflaschen (Bahnhof Chabařovice; 2016)
Isolierstoß in diagonaler Ausführung IVB 30°, verklebt

Ein Isolierstoß ist ein elektrisch isolierter Schienenstoß. Er trennt zwei Freimeldeabschnitte eines Gleises voneinander. Zusätzlich werden zwei Isolierstöße pro Schiene hintereinander an Systemtrennstellen als Abriegelstöße eingebaut, um die Rückstromführung insbesondere zwischen Gleich- und Wechselspannungsbereich sauber zu trennen.

Früher kamen Laschenverbindungen aus Holz mit Zwischenlagen aus Holz oder Leder zum Einsatz. Heute werden stählerne Laschen mit Kunststoff-Zwischenlagen verwendet. Außerdem ist es möglich, einen Isolierstoß mit Kunststoff-Zwischenlage als verklebten Stoß herzustellen.

Die Lage eines Isolierstoßes kann bei Bedarf durch ein Isolierzeichen, früher Isoliergrenzzeichen, gekennzeichnet sein. Dies ist in Deutschland ein niedriger Pflock mit einer flachen Kappe, die einen blauen Pfeil in Richtung Gleis auf weißem Grund zeigt. In der Schweiz wird ein Pflock mit einer runden gelben Kappe verwendet. Das Isolierzeichen zeigt an, wie weit ein Gleis besetzt werden kann, ohne das Umstellen von benachbarten Weichen zu behindern. In Italien wird ein rot und gelb angestrichener Stein (Picchetto limite per circuiti di binario [1]) verwendet um das Ende eines isolierten Gleisabschnitts anzuzeigen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lexikon der Eisenbahn. Transpress, Berlin, 6. Auflage 1981.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. REGOLAMENTO SUI SEGNALI. Rete Ferroviaria Italiana, 2016, S. 202, abgerufen am 7. Januar 2017 (PDF, italienisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Insulated rail joints – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien