Itaker

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Itaker war in der deutschen Landsersprache des Zweiten Weltkrieges die Abkürzung für Italienischer Kamerad. Erst in den 1960er und 1970er gelangte der Begriff in die Umgangssprache als gängige, tendenziell abwertende Bezeichnung für „die Italiener“ (vgl. Ethnophaulismus), wobei sich die Endung zu -er wandelte.

Der Ausdruck „Itaker“ ist zuerst während des Ersten Weltkrieges in der österreichischen Armee aufgekommen, und zwar in Wortformen wie „Itak“ und „Idaker“. Er leitet sich dem Wortbildungsmuster nach analog zu „Polak“, „Slowak“ oder „Bosniak“ ab. Im Zweiten Weltkrieg wurde „Itaka“ wieder aufgenommen, zunächst als Bezeichnung für die italienischen Soldaten, später als Bezeichnung für Italiener, insbesondere italienische Gastarbeiter, im Allgemeinen.

Als Itak (Plural itaci bzw. Itatschi) wurden zur Zeit der osmanischen Herrschaft auf dem Balkan auch zum Islam konvertierte Serben und Bulgaren sowie Türken in Serbien bezeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. Directmedia Publ., Berlin 2004, ISBN 3-89853-436-7