Ivan Anderson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ivan Anderson, auch Ivan Subay, (* 1981[1][2], nach anderen Angaben 1983[3], in Ağrı, Türkei[3]) ist eine kurdischstämmige deutsche[3][4] Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivan Anderson, die zu Beginn ihrer Schauspieltätigkeit unter dem Namen Ivan Subay auftrat, wurde in Ostanatolien geboren. Sie ist Kurdin.[3][4] Sie studierte Wirtschaftsmathematik, außerdem Darstellende Kunst an der Schauspielschule Charlottenburg von Valentin Plătăreanu, der auch zu ihren Lehrern dort gehörte.[3] Theater spielte sie im Berliner Tanzlokal Clärchens Ballhaus (2006; Titelrolle in Die kleine Meerjungfrau) und am Stadttheater Offenburg (Spielzeit 2008/09).[3]

Anderson arbeitet seit 2006 für Film und Fernsehen. In dem Fernsehfilm Brennendes Herz (2006), der die Liebesgeschichte zwischen einem ehemaligen Neo-Nazi (Alexander Scheer) und der jungen Türkin Ayse erzählt, spielte sie die weibliche Hauptrolle.[5]

In dem Kinofilm Dreiviertelmond (2011), mit Elmar Wepper in der Hauptrolle, verkörperte sie die junge, alleinerziehende Mutter Gülen, die beruflich verreisen muss, und ihre sechsjährige Tochter zur Großmutter bringt, die in Deutschland lebt. In dem norwegischen Kinofilm Brev till to Kongen (2014) spielte sie die junge Beritan, die als Asylsuchende nach Oslo kommt, und die Absicht hat, den Tod ihres Mannes zu rächen.[6] Für ihre Darstellung erhielt sie 2014 den norwegischen Filmpreis Amanda für die beste weibliche Nebenrolle.

Episodenrollen hatte sie bisher in den Fernsehserien Der Staatsanwalt (2009), Der Kriminalist (2009; als Tülay Aslan, eine junge türkische Frau, die von ihrem Chef sexuell belästigt wurde) und Danni Lowinski (2010; als Emine Özlan, deren jüngere Schwester Zeynep, gespielt von Nilam Farooq, in der Türkei mit ihrem Cousin zwangsverheiratet werden soll).

Im Januar 2017 war Anderson in dem ZDF-Fernsehfilm Mörderische Stille in der weiblichen Hauptrolle zu sehen. Sie spielte die junge Deutsch-Türkin Amal Catack, die Assistentin des Kriminalhauptkommissars Holzer (Jan-Josef Liefers). Im Mai 2017 war sie in der ZDF-Serie Letzte Spur Berlin ebenfalls in einer Episodenhauptrolle zu sehen; sie spielte die Türkin Ayla Ünsal, die Inhaberin eines Spätkaufs in Neukölln. In dem ZDF-„Herzkino“-Film Ein Sommer auf Zypern, der im Mai 2017 erstausgestrahlt wurde, hatte sie eine Hauptrolle; sie spielte Stella, die Ehefrau eines zypriotischen Textil-Exportunternehmers, deren Ehe in eine emotionale Krise gerät, als sie erfährt, dass ihr Mann einen gemeinsamen 11-jährigen Sohn aus einem One-Night-Stand mit einer Deutschen hat.[7][8]

Anderson lebt in Berlin.[3][4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Brennendes Herz (Fernsehfilm)
  • 2009: Der Staatsanwalt (Fernsehserie; Folge: Zwischen den Fronten)
  • 2009: Der Kriminalist (Fernsehserie; Folge: Zwischen den Welten)
  • 2010: Shahada (Kinofilm)
  • 2010: Danni Lowinski (Fernsehserie; Folge: Selbstbestimmung)
  • 2011: Dreiviertelmond (Kinofilm)
  • 2014: Brief an den König (Brev til Kongen)
  • 2017: Mörderische Stille (Fernsehfilm)
  • 2017: Letzte Spur Berlin (Fernsehserie; Folge: Sheriff)
  • 2017: Ein Sommer auf Zypern (Fernsehfilm)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ivan Subay. Profil bei vollfilm.com. Abgerufen am 9. Januar 2017.
  2. Die IMDb gibt ebenfalls 1981 als Geburtsjahr an.
  3. a b c d e f g Ivan Anderson. Profil und Vita bei CAST FORWARD. Abgerufen am 9. Januar 2017.
  4. a b c Ivan Anderson; Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 9. Januar 2017.
  5. Verbotene Liebe: Ivan Subay und Alexander Scheer. Szenenfoto. Abgerufen am 9. Januar 2017.
  6. Brief an den König/Brev til kongen. Handlung, Besetzung und Trailer. Offizielle Internetpräsenz Nordische Filmtage Lübeck. Abgerufen am 9. Januar 2017
  7. Herzkino|Ein Sommer auf Zypern. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 21. Mai 2017
  8. Reihe „Ein Sommer auf Zypern“. Handlung und Fernsehkritik bei tittelbach.tv. Abgerufen am 21. Mai 2017