Jörg Deisinger

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Jörg Deisinger (* 23. April 1966 in Nürnberg[1]) war Bassist der deutschen Hard-Rock-Gruppe Bonfire, mit der er insgesamt vier Studioalben einspielte, darunter das mit Gold ausgezeichnete 1987er Werk Fireworks.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deisinger trat 1985 nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Elektriker[1] der Band Cacumen bei, die sich kurze Zeit später auf Vorschlag Deisingers hin in Bonfire umbenannte. Bis zum Jahr 1991 spielte Deisinger mit Bonfire vier Alben ein, zudem war er bei Axel Rudi Pell von 1989 bis 1991 aktiv.[2] Das 1987 mit Bonfire veröffentlichte Fireworks avancierte zum bis heute erfolgreichsten Werk der Band und wurde 2003 in Deutschland mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Ende Juli 1994 verließ Deisinger Bonfire.[3]

Mit Sabu spielte Deisinger im Folgenden zwei weitere Alben ein. Im Jahr 1999 gründete Deisinger mit Sänger Tommy Heart von Fair Warning die Band Soul Doctor, verließ das Projekt aber nach dem Einspielen zweier Alben aufgrund persönlicher Differenzen mit Heart wieder.[3]

Deisinger siedelte 2004 nach Thailand über, wo er in Amphoe Sichon eine Sprachschule für Kinder gründete und nebenbei als Session-Musiker aktiv blieb. Eine in letzter Minute vorgenommene Stornierung eines Weihnachtsurlaubs auf Ko Phi Phi Don bedeutete für Deisinger, dass er von den verheerenden Auswirkungen des Seebebens im Indischen Ozean verschont blieb – das gebuchte Resort wurde durch den ausgelösten Tsunami vollständig zerstört.[1]

Im März 2005 kehrte Deisinger wieder zurück nach Deutschland und betreibt seither in Nürnberg ein eigenes Fotostudio.[3]

Mit Fire And Fame kam 2008 eine von Deisinger und dem kanadischen Musikjournalisten Carl Begai (Brave Words & Bloody Knuckles) geschriebene, englischsprachige Bonfire-Biografie auf den Markt. Für 2010 ist die deutsche Übersetzung angekündigt.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit Bonfire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Don't Touch The Light
  • 1987: Fireworks
  • 1989: Point Blank
  • 1989: Sword And Stone (Titel auf dem offiziellen Soundtrack zum US-Horror-Film Shocker)
  • 1991: Knock Out
  • 1993: Live... The Best
  • 2001: Golden Bullets (DVD)

mit Axel Rudi Pell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Wild Obsession

mit Sabu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Sabu
  • 1998: Between The Light
  • 2003: Resurfaced

mit Soul Doctor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Soul Doctor
  • 2002: Systems Go Wild
  • 2005: For A Fistful Of Dollars
  • 2007: Blood Runs Cold
  • 2010: Way Back To The Bone

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jörg Deisinger und Carl Begai: Fire And Fame. BoD, 2008.
  2. MusicMight: „Jörg Deisinger“. Zugriff auf die Website am 30. Oktober 2009
  3. a b c d Matthias Weckmann: „Rückspiegel - Jörg Deisinger (Ex-Bonfire)“. In: Metal Hammer, September 2009, S. 137.