Jüdisches Historisches Institut (Warschau)

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Sitz des Instituts, 2007

Das Jüdische Historische Institut (polnisch Żydowski Instytut Historyczny, kurz ŻIH) in Warschau beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zu jüdischer Geschichte in Polen, darunter das Ringelblum-Archiv (Oneg Shabbat), und ist eine wichtige Forschungseinrichtung zum Thema Juden in Polen. Daneben gibt es im Institut zwei Dauerausstellungen zu den Themen jüdisches Leben in Polen und dessen Zerstörung im Holocaust.

Der Sitz des Jüdischen Historischen Instituts befindet sich in der ehemaligen Judaistischen Hauptbibliothek, die 1936 fertiggestellt wurde. Gegenüber lag die Große Synagoge (Warschau), die am Ende des Aufstandes im Warschauer Ghetto am 16. Mai 1943 von SS-Gruppenführer Jürgen Stroop gesprengt wurde.

Erster Direktor des Instituts war von 1947 bis 1949 Nachman Blumental.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Stach: Jüdisches Historisches Institut, in: Dan Diner (Hrsg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK). Band 3, Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, S. 273–276

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jüdisches Historisches Institut (Warschau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 14′ 39″ N, 21° 0′ 10″ O