Jahna (Ostrau)

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Jahna
Gemeinde Ostrau
Koordinaten: 51° 13′ 25″ N, 13° 10′ 52″ O
Höhe: 131 m
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 04749
Vorwahl: 034324

Jahna ist ein Ortsteil von Ostrau im Landkreis Mittelsachsen.

Dorfkirche St. Gotthard

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname soll auf den alten slawischen Burgwall Gana zurückzuführen sein, der mit den Eroberungsfeldzügen des Königs Heinrich I. (Ostfrankenreich) von 929 erstmals durch Widukind von Corvey in dessen um 965 geschriebenen Res gestae Saxonicae (Sachsengeschichte) erwähnt wurde.[1]

Im Jahr 1929 feierte Jahna sein 1000-jähriges Bestehen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Binnewitz eingegliedert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche zu Jahna, erbaut 1677

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Jahna. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 27. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 140.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jahna (Ostrau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Jahna im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae (Sachsengeschichte): Als er [König Heinrich I.] mit dieser Stadt [Brennaburg] sich auch des ganzen Gebietes [der Heveller] bemächtigt hatte, wandte er sich gegen Daleminzien, das zu bekriegen ihm schon sein Vater übriggelassen hatte. Er belagerte eine Burg namens Gana und nahm sie am 20. Tage ein. Die in der Burg gemachte Beute wurde den Kriegern überlassen; die Erwachsenen wurden alle getötet, Knaben und Mädchen in die Gefangenschaft hinweggeführt. (zitiert nach: Burg Gana. In: Landesverein Sächsischer Heimatschutz Dresden, Mitteilungen Heft 1–3, Dresden 1932.)