Zschaitz-Ottewig

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Zschaitz-Ottewig führt kein Wappen
Zschaitz-Ottewig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zschaitz-Ottewig hervorgehoben
Koordinaten: 51° 10′ N, 13° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs­gemeinschaft: Ostrau
Höhe: 215 m ü. NHN
Fläche: 18,23 km²
Einwohner: 1322 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04720
Vorwahl: 034324
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 620
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 3
04720 Zschaitz-Ottewig
Webpräsenz: www.gemeinde-zschaitz-ottewig.de
Bürgermeister: Immo Barkawitz (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Zschaitz-Ottewig im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Frankenberg/Sa. Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild

Zschaitz-Ottewig ist eine Gemeinde im Norden des sächsischen Landkreises Mittelsachsen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ostrau. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Zschaitz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt ca. 6 km nördlich der Stadt Döbeln und 20 km südlich von Riesa im Tal des Flüsschens Jahna zwischen den umliegenden Höhenrücken der Lommatzscher Pflege im Nordwesten.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind:

  • Auterwitz
  • Baderitz
  • Dürrweitzschen
  • Glaucha
  • Goselitz
  • Lüttewitz (bei Döbeln)
  • Lützschnitz
  • Mischütz
  • Möbertitz
  • Ottewig
  • Zschaitz
  • Zunschwitz

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostrau
Großweitzschen Nachbargemeinden Lommatzsch
Döbeln

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben 900 anderen Bodenfunden in der Lommatzscher Pflege gilt der Zschaitzer Burgberg als eines der bedeutendsten Bodendenkmale der Region. Bei Grabungen im August 2009 konnte nachgewiesen werden, dass dort im 9. Jahrhundert eine slawische Volksburg bestand. Weitere Funde in diesem Zusammenhang stammen aus der Zeit um 4000 v. Chr. (Kupfersteinzeit, Trichterbecherkultur), einer Phase, die in Sachsen ganz spärlich belegt ist. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt förderte im Fundgebiet bis 2011 ein Projekt zum Schutz von Bodendenkmalen vor agrartechnischer Beschädigung[2] und das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wirkt mit Landverzichts- und Tauschvereinbarungen auf den langfristigen Erhalt des Denkmals hin.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Auterwitz[4][5] 1. Januar 1952 Eingemeindung nach Dürrweitzschen
Baderitz[6] vor 1875 Eingemeindung nach Lüttewitz
Dürrweitzschen[7] 1. März 1994 Zusammenschluss mit Zschaitz zu Zschaitz-Ottewig
Glaucha[8] 1. April 1938 Eingemeindung nach Ottewig
Goselitz[4] 1. Januar 1969 Eingemeindung nach Zschaitz
Lüttewitz (bei Döbeln)[4][5] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zschaitz
Lützschnitz[8] 1. April 1938 Eingemeindung nach Ottewig
Mischütz[4][5] 1. Juli 1950
1. Januar 1968
Eingemeindung nach Simselwitz,
Umgliederung nach Zschaitz
Möbertitz[8] 1. April 1937 Eingemeindung nach Zschaitz
Ottewig[4] 1. Januar 1962 Eingemeindung nach Zschaitz
Zschaitz[7] 1. März 1994 Zusammenschluss mit Dürrweitzschen zu Zschaitz-Ottewig
Zunschwitz[8] 1. April 1921 Eingemeindung nach Ottewig

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 Stichtag 31. Dezember):

Jahr Einwohner
1990 1.478 *
2000 1.598
2005 1.480
Jahr Einwohner
2007 1.417
2009 1.383[9]
2010 1.357[9]
2012 1.321
2013 1.311

* 3. Oktober

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[10]
Wahlbeteiligung: 55,7 % (2009: 61,8 %)
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
81,8 %
18,2 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+5,3 %p
-2,4 %p
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Freie Wähler: 10 Sitze
  • CDU: 2 Sitze

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stausee Baderitz
  • Waldstadion mit Gaststätte
  • Naherholungszentrum mit Freilichtbühne
  • Umweltzentrum Ökohof Auterwitz e. V.
  • Holiday Ranch mit Abenteuerspielplatz
  • Stausee Baderitz
  • Kirche Zschaitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Westen des Gemeindegebietes führt die B 169. Die Gemeinde ist auch über die A 14 Anschluss Döbeln-Nord (ca. 5 km) zu erreichen. Zschaitz liegt an der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz und wird von Elsterwerda und Chemnitz aus mit stündlich verkehrenden Regionalbahnen bedient.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zschaitz-Ottewig geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zschaitz-Ottewig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Sächsische Zeitung Meißen, 4. September 2009: Ausgrabung auf dem Zschaitzer Burgberg
  3. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Der Burgberg Zschaitz – Rettung eines kulturhistorischen Denkmals, Februar 2014
  4. a b c d e Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. a b c Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  6. Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  7. a b Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  8. a b c d Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  9. a b Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerung des Freistaates Sachsen am 31. Dezember 2010 (abgerufen am 19. April 2011)
  10. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014