Jan Silberstorff

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Jan Silberstorff

Meister Jan Silberstorff (* 1967 in Hamburg) lehrt den Chen-Stil der inneren Kampfkunst Taijiquan.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan Silberstorff, Jahrgang 1967, interessierte sich bereits als Kind für die östlichen Kampfkünste. Im Alter von 18 Jahren begann er, sein Leben dem Taijiquan zu widmen, da er ahnte, hierüber zu seiner Berufung zu gelangen.

1989 bestand er die Prüfung zum staatlichen Taiji-Trainer der VR China, wo er mehrere Jahre lang lebte. Er lernte als einer der ersten Ausländer am Ursprungsort des Taijiquan, Chenjiagou, und wurde 1993 der erste westliche Meisterschüler des Traditionshalters des klassischen Taijiquan, Großmeister Chen Xiaowang, und somit auch erster ausländischer Linienhalter in der 20. Generation.

Er spricht fließend chinesisch und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Artikel sowie DVDs und Fernsehdokumentationen zum Thema Taijiquan. Nach mehr als 25 internationalen Turniersiegen in Folge gründete er zusammen mit Großmeister Chen Xiaowang 1994 die größte Taijiquan-Vereinigung der Welt, die WCTA, und übernahm die Leitung des deutschen Verbandes (WCTAG), der heute der größte seiner Art im Westen ist.

Mehrfach von der chinesischen Regierung ausgezeichnet (u. a. mit dem höchsten Duan-Grad innerhalb der WCTA), wurde er 1998 als erster Nicht-Asiate zum offiziellen Masters Event des Staates Singapur eingeladen.

Er unterrichtet weltweit in über 15 Ländern und gründete mit seinen Schülern zusammen über 400 zur Zeit aktive Taijiquan-Gruppen und -Schulen mit über 500 jährlichen Kursangeboten an über 160 Orten allein in Deutschland. Zudem gründete er die jeweils führenden Taiji-Verbände in Brasilien (WCTA-Br, 2006) und Chile (WCTA-Chile, 2010). Weitere Taiji-Verbände gründete er 2009 in Mexiko und 2014 in Kuba.

2009 gründete er die Hilfsorganisationen WCTAG-hilft e.V. sowie die "Insel der Kinder", die sich für notleidende Kinder in Sri Lanka und Brasilien einsetzen, und 2013 das "Institute of Daodejing Studies (IDS)".

Das Institut ist ein gemeinsames Projekt zur Erforschung und Vermittlung des Daodejing, das durch die Zusammenarbeit mit Huizhang Ren Farong, dem Louguan Tai Tempel und der Chinesischen Wissenschaftsakademie Xian entstand.

2015 rief Silberstorff ein Hilfsprojekt für Flüchtlingskinder in Deutschland ins Leben und gründete 2017 den Lateinamerikanischen Dachverband WCTA-LA. Seit 2016 ist er Vorstandsmitglied im Dachverband für Qigong und Taijiquan (DDQT).

Im selben Jahr gründete er zusammen mit Jan Leminsky das international erfolgreiche Team-Tai-Ji-Deutschland, eine Verbands- und Stilunabhängige Turnierorganisation, um neben der Jugendförderung und dem sportlichen Aspekt auch den verbindenden Geist aller Taiji-Enthusiasten herauszuarbeiten.

2020 gründete er mit Eric David Welaxx, ein Gesundheitsprogramm für den Mainstream der Gesellschaft.

Seinen eigenen Schwerpunkt auf die Praxis legend verbringt Silberstorff den größten Teil des Jahres zurückgezogen mit seiner Frau und kleinen Tochter in einem Dorf in Bulgarien.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Silberstorff: „Chen: Klassisches Taijiquan im lebendigen Stil.“ Lotus-Press, Lohne 2014, ISBN 978-3-9353-6748-6
  • Jan Silberstorff: „Schiebende Hände.“ Lotus-Press, Lohne 2008 und 2011, ISBN 978-3-9353-6740-0
  • Jan Silberstorff, Chen, Xiaowang: „Die 5 Level des Taijiquan nach Großmeister Chen Xiaowang kommentiert von Meister Jan Silberstorff“ (mit DVD & CD), Lotus-Press, Lohne 2014, ISBN 978-3-935367-08-0
  • Jan Silberstorff: „Laozi‘s DAO DE JING: Band 1 – DAO“, Lotus-Press, Lohne 2012, ISBN 978-3-945430-41-5
  • Jan Silberstorff: „Laozi‘s DAO DE JING: Band 2 – DE“, Lotus-Press, Lohne 2014, ISBN 978-3-945430-41-5
  • Jan Silberstorff, Judith Ritter: „Das Dao De Jing Wörterbuch“, Lotus-Press, Lohne 2016, ISBN 978-3-945430-44-6
  • Jan Silberstorff: „Das Dao De Jing im Taijiquan: Die Übungsanleitung des Laozi“, Lotus-Press, Lohne 2015, ISBN 978-3-945430-15-6
  • Jan Silberstorff: „Das Qingjingjing: Das heilige Buch von der Stille und der Klarheit“, Lotus-Press, Lohne 2019, ISBN 978-3-9454-3060-6
  • Jan Silberstorff: „Im Anfang war das Dao“, Lotus-Press, Lohne 2020, ISBN 978-3-945430-87-3
  • Jan Silberstorff: „Chen Fake: Die verschollene und wiederentdeckte Biografie des großen Taiji-Meisters“. Lotus Press, Lohne 2021, ISBN 978-3-945430-98-9

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Silberstorff: „Das Taiji-Prinzip: Yin und Yang im Taijiquan - Erläutert und dargestellt am Chen-Stil-Taiji“, Lotus Press, Lohne 2007, ISBN 978-3-935367-19-6
  • Jan Silberstorff: „Schiebende Hände: Die kämpferische Seite des Taijiquan“, 2011, ISBN 978-3-935367-55-4
  • Jan Silberstorff: „Chen Taiji-Schwertkampf: Ein Basisweg zum freien Fechten“, ISBN 978-3-935367-57-8
  • Jan Silberstorff: „Die 9er-Form des Chen Taijiquan“, 2018, ISBN 978-3-935367-95-0

CD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Silberstorff: "Zhan Zhuang: Die Stehende Säule im Taijiquan", Audio-CD, Lotus-Press, Lohne 2008, ISBN 978-3-9353-6728-8
  • Jan Silberstorff, Hilmar Hajek: „Zhan Zhuang, English Version: The Standing Meditation in Taijiquan“, ISBN 978-3-935367-29-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]