Johann David von Reichenbach

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Johann David von Reichenbach (* 1732 in Greifswald; † 1807 in Stralsund) war ein aus einer in den schwedischen Ritterstand aufgenommenen Familie stammender pommerscher Chronist, Wissenschaftler, Aufklärer und Reformer, der in Schwedisch-Pommern wirkte. Er war oberster Finanzbeamter in Schwedisch-Pommern.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Er studierte ab 1749 an der Universität Greifswald und an anderen Hochschulen und erwarb sich ein umfangreiches Allgemeinwissen. 1759 wurde er zum königlichen Oberlizentinspektor und Oberkämmerer ernannt, 1772 zum Kammerrat und 1792 zum königlichen Schlosshauptmann; im selben Jahr erhielt er den Nordstern-Orden. 1795 wurde er von seinen Diensten entbunden.

Reichenbach brachte eine sehr umfangreiche Gemäldesammlung zusammen, die nach seinem Tode und dem seiner Frau in verschiedene Sammlungen aufgeteilt wurde. Er stiftete dem Stralsunder Gymnasium im Dominikanerkloster St. Katharinen eine Medaille für strebsame Schüler.

In seinen Patriotischen Beiträgen setzte er sich mit von ihm als Missständen eingeschätzten zeitgenössischen Erscheinungen in Justiz, Verwaltung, Schulwesen und speziell auch der Wissenschaft an der Universität Greifswald auseinander. Letzteres brachte ihm eine Beschwerde dieser Universität bei dem schwedischen Generalgouverneur, dem Fürsten Hessenstein. Reichenbach nahm seine Anschuldigungen darauf teilweise zurück.

Familie[Bearbeiten]

Der aus einer in Schweden geadelten Familie stammende Reichenbach war verheiratet mit Eva Mertens. Sie starb 1812.

Werke[Bearbeiten]

  • Patriotische Beyträge zur Kenntniß und Aufnahme des Schwedischen Pommern, 8 Hefte, Stralsund und Greifswald, 1784–1797

Literatur[Bearbeiten]