Kansas (Band)

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Kansas
Bandmitglieder 2016
Bandmitglieder 2016
Allgemeine Informationen
Genre(s) Melodischer Progressive Rock
Gründung 1972
Website http://www.kansasband.com/
Gründungsmitglieder
Steve Walsh (bis 1980, 1986 bis 2014)
Gitarre, Keyboard
Kerry Livgren (bis 1984, 1990–1991, 1999–2000)
Gitarre
Rich Williams
Phillip Ehart
Geige, Gesang
Robby Steinhardt (bis 1983, 1997–2006)
Dave Hope (bis 1984, 1990, 1999–2000)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Keyboard
Ronnie Platt (seit 2014)
Gitarre
Rich Williams
Schlagzeug
Phillip Ehart
Geige, Gitarre
David Ragsdale (1991–1997, seit 2006)
Bass, Gesang
Billy Greer (seit 1985)
Gitarre
Zak Rizvi (seit 2016)
Keyboard
Tom Brislin (seit 2018)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Keyboard
John Elefante (1981–1984)
Gitarre
Steve Morse (1985–1989)
Keyboard
Greg Robert (1987–1997)
Keyboard
David Manion (2014–2018)

Kansas ist eine US-amerikanische Rockband, die 1972 im US-Staat Kansas aus einer Vereinigung der Musikergruppen White Clover und Proto-Kaw hervorging. Sie gilt als wichtigster amerikanischer Vertreter des klassischen Progressive Rock der 1970er Jahre. Zu ihrem Songrepertoire gehören die 1978 in den Top 10 platzierte Single Dust in the Wind, aber auch epische Stücke wie Icarus und The Pinnacle aus dem 1975 erschienenen Album Masque.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine gleichnamige achtköpfige Vorläuferband mit den späteren Bandmitgliedern Ehart, Hope und Livgren (manchmal auch als Kansas I bezeichnet) existierte bereits von 1970 bis 1971. Ihre größten Erfolge feierte die Band jedoch nach ihrer Neugründung im Jahre 1972. Der Song Dust in the Wind (aus dem 77er-Album Point of Know Return) wurde zum Evergreen und Carry On Wayward Son zählt noch heute zu den meistgespielten Titeln im amerikanischen Classic Rock Radio. Die dazugehörigen Alben, Point of Know Return und Leftoverture, erhielten mehrfach Platin. Insgesamt verkaufte die Band mehr als 15 Millionen Tonträger. Ihre frühen sowie die neueren Kompositionen integrieren klassische Elemente und Instrumente (z. B. Robby Steinhardts virtuos gespielte Geige).

Ab 1980 folgten zahlreiche Umbesetzungen, vor allem ausgelöst durch die Spannungen zwischen Steve Walsh und Kerry Livgren, der sich zusammen mit Bassist Dave Hope den Wiedergeborenen Christen anschloss.

Nach dem Ausstieg von Steve Walsh übernahm John Elefante den Platz am Mikrofon. Mit ihm spielte die Band die Alben Vinyl Confessions und Drastic Measures ein. Viele der Songs der beiden Alben – insbesondere von Drastic Measures – wurden vom neuen Sänger, meist in Co-Produktion mit dessen Bruder Dino Elefante, geschrieben. Geiger Robby Steinhardt verließ nach Vinyl Confessions die Band. Ein weiterer Track, Perfect Lover, ebenfalls aus der Feder von John und Dino Elefante, wurde noch mit der Besetzung von Drastic Measures für das Best-of-Album eingespielt, bevor sich Kansas zunächst auflösten. Ab 1985 und den beiden Streets-Alben, welche Walsh zusammen mit Billy Greer unter der Plattenfirma Atlantic Records aufgenommen hatte, gab es Pläne für einen Neuanfang.

Zusammen mit ihm, Phil Ehart, Richard Williams und Steve Morse entstand das Reunion-Album Power. Trotz des Kritikpunktes, dass dieses Album noch zu sehr an die AOR-Phase der Band erinnerte, konnte man mit dem Nachfolgewerk In the Spirit of Things, einem Konzeptalbum, viele Kritiker überzeugen. Walsh nennt dieses Album bis zum heutigen Tage seinen Lieblings-Output der Band.

Kerry Livgren ist seit 1983 nicht mehr offizielles Bandmitglied, tritt aber nach wie vor gelegentlich als Gastmusiker mit auf und ist auch im Studio mit dabei. So hat er die Platte Somewhere to Elsewhere aus dem Jahr 2000 im Alleingang komponiert. Hier spielen alle Original-Mitglieder zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder zusammen.

Kansas ist heute vor allem eine erfolgreiche Tourband. Im Frühjahr 2006 erfolgte eine Umbesetzung: Geiger Robby Steinhardt wurde ersetzt durch David Ragsdale, der schon einmal von 1991 bis 1997 Mitglied der Band war. Offizielle Gründe für das Ausscheiden von Steinhardt seien dessen verlorene Lust am Touren, während Insiderkreise von bandinternen Differenzen, vor allem mit Sänger Steve Walsh, sprechen. Inzwischen (2008) heißt es, Steinhardt habe sich in den Ruhestand begeben. Im Frühjahr 2014 erklärte Sänger Steve Walsh seinen Ausstieg aus der Band. Am 16. August 2014 spielte er in Sioux City sein Abschiedskonzert nach über 40-jähriger Bandmitgliedschaft. Ersetzt wurde Walsh durch Leadsänger/Keyboarder Ronnie Platt sowie David Manion, den langjährigen Lichttechniker der Band, als zweiten Keyboarder und Background-Sänger. Das erste Konzert in dieser Besetzung spielte die Band am 12. September 2014 auf dem Oklahoma State Fair in Oklahoma City.

Am 12. Mai 2017 sagte Kansas ihre für den Sommer 2017 geplante Europatournee ab. Diese hätte am 4. Juni in Reykjavík beginnen, und etwa ein Dutzend Konzerte u. a. in Helsinki, Oslo, Paris, Berlin und anderen Orten in Schweden, Dänemark und Deutschland umfassen sollen, bei der sie auch als Headliner auf Festivals gebucht waren. Als Grund wurden nicht näher spezifizierte, angeblich von U.S.-Behörden ausgegebene und für Europa geltende Reisewarnungen (safety and security warnings) genannt.[1][2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE SchweizSchweiz CH Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1974 Kansas
300! 300! 174
GoldGold

(10 Wo.)
1975 Song for America
300! 300! 57
GoldGold

(15 Wo.)
Masque
300! 300! 70
GoldGold

(20 Wo.)
1976 Leftoverture
300! 300! 5
VierfachplatinVierfachplatin

(42 Wo.)
1977 Point of Know Return
300! 300! 4
VierfachplatinVierfachplatin

(51 Wo.)
1978 Two for the Show
300! 300! 32
PlatinPlatin

(19 Wo.)
Livealbum
1979 Monolith
300! 300! 10
GoldGold

(24 Wo.)
1980 Audio-Visions
300! 300! 26
GoldGold

(21 Wo.)
1982 Vinyl Confessions
36
(11 Wo.)
300! 16
(20 Wo.)
1983 Drastic Measures
300! 300! 41
(21 Wo.)
1984 The Best of Kansas
300! 300! 154
VierfachplatinVierfachplatin

(5 Wo.)
Best-of-Album
1986 Power
300! 300! 35
(27 Wo.)
1988 In the Spirit of Things
300! 300! 114
(7 Wo.)
2015 Miracles out of Nowhere
300! 300! 61
(1 Wo.)
Soundtrack zu einer Banddokumentation
2016 The Prelude Implicit
25
(2 Wo.)
23
(1 Wo.)
41
(1 Wo.)
2017 Leftoverture − Live & Beyond
77
(1 Wo.)
65
(1 Wo.)
300!

Weitere Alben

  • Freaks of Nature (1995)
  • Live at the Whiskey (1992)
  • Carry On (Kompilation, 1992)
  • The Kansas Boxed Set (1994)
  • Live at the KBFH (1998)
  • Always Never the Same (1998)
  • Somewhere to Elsewhere (2000)
  • Dust in the Wind − Live (2001)
  • Device Voice Drum (live, 2002)
  • The Ultimate Kansas (2002)
  • Sail On: The 30th Anniversary Collection (2004, Box inklusive Bonus-DVD mit frühen Videos, TV-Shows)
  • On the Other Side (Kompilation, 2005)
  • Works in Progress (Kompilation, 2006, inklusive Bonus-DVD mit Videoausschnitten aus Live at the Whiskey und Device Voice Drum)
  • Playlist: The Very Best of Kansas (2008)
  • There’s Know Place Like Home – Live (2009)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1976 Carry On Wayward Son
Leftoverture
51
SilberSilber

(7 Wo.)
11
GoldGold

(20 Wo.)
1977 Point of Know Return
Point of Know Return
300! 28
(14 Wo.)
1978 Dust in the Wind
Point of Know Return
300! 6
Gold record icon.svgGold + Platin (Digital)Gold + Platin (Digital)

(20 Wo.)
Portrait (He Knew)
Point of Know Return
300! 64
(6 Wo.)
1979 Lonely Wind
Two for the Show
300! 60
(5 Wo.)
Liveaufnahme; Original erschien 1974 als Single
People of the South Wind
Monolith
300! 23
(12 Wo.)
Reason to Be
Monolith
300! 52
(8 Wo.)
1980 Hold On
Audio-Visions
300! 40
(11 Wo.)
Got to Rock On
Audio-Visions
300! 76
(5 Wo.)
1982 Play the Game Tonight
Vinyl Confessions
300! 17
(15 Wo.)
Right Away
Vinyl Confessions
300! 73
(6 Wo.)
1983 Fight Fire with Fire
Drastic Measures
300! 58
(7 Wo.)
1986 All I Wanted
Power
300! 19
(18 Wo.)
1987 Power
Power
300! 84
(4 Wo.)

Weitere Singles

  • Can I Tell You (1974)
  • Bringing It Back (1975)
  • Song for America (1975)
  • It Takes a Woman’s Love (To Make a Man) (1976)
  • Mysteries and Mayhem (1976)
  • What’s on My Mind (1977)
  • Chasing Shadows (1982)
  • Everybody’s My Friend (1983)
  • Perfect Lover (1984)
  • Can’t Cry Anymore (1987)
  • Stand Beside Me (1988)
  • Desperate Times (1995)
  • Hope Once Again (1995)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1979: für die Single Dust in the Wind
    • 1979: für das Album Monolith
    • 1979: für das Album Kansas

Platin-Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1978: für das Album Point of Know Return
    • 1978: für das Album Leftoverture

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Verkäufe Quellen
KanadaKanada Kanada (MC) 0! S 3 2 350.000 musiccanada.com
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 7 15 17.500.000 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 1 0! G 0! P 200.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 10 17

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressebericht zur Tourabsage 2017
  2. Pressebericht bei Teamrock
  3. a b Chartquellen: DE UK US
  4. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kansas – Sammlung von Bildern