Kapazitiver Spannungsteiler

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Ein Kapazitiver Spannungsteiler wird für die Messung hoher elektrischer Spannungen herangezogen. Eine Berechnung bzw. Realisierung erfolgt über eine serielle Anordnung von mindestens zwei Kondensatoren. Er ist wie ein ohmscher Spannungsteiler aufgebaut, verwendet aber statt ohmschen Widerständen Kondensatoren und ist nur für Wechselspannung geeignet.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Schaltung befinden sich zwei Kondensatoren, Cv und Cm (Messkapazität). Die Messkapazität sollte in Bezug auf Cv relativ groß gewählt werden um die eigentliche Schaltung nicht verfälschend zu beeinflussen. In einer Reihenschaltung sind die elektrischen Ladungen der einzelnen Kapazitäten gleich groß. Das ergibt sich aus dem Spannungsabfall über den Kondensatoren multipliziert mit der jeweiligen Kapazität. Die Ladung Q des Kondensators ist gleich mit der Spannung U am Kondensator.

Berechnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilerschaltung

Aus und werden die Gleichungen

und

wobei CGesamt eine Reihenschaltung zweier Kondensatoren darstellt. Sie wird nach der Gleichung

berechnet.

Durch Gleichsetzen der beiden Ansätze für Q ergibt sich:

Zum Abschluss erhält man nun die gesuchte Spannung

Die Messspannung UM, ablesbar am Messgerät, berechnet sich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Küchler: Hochspannungstechnik. Grundlagen – Technologie – Anwendungen. 2. Auflage. Springer, 2004, ISBN 978-3-540-21411-3.