Kappnaht

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Querschnitt der beiden Herstellungsschritte einer Kappnaht

Die Kappnaht bezeichnet eine Schließnaht, bei der die Stoffenden gegenläufig umgeschlagen werden, sodass am Ende beide Schnittkanten innerhalb des Gewebes liegen.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei aufeinander liegenden Innenseiten der beiden Stoffteile wird ein Stoffende um das andere umgeschlagen und mit einem Steppstich vernäht. Im zweiten Schritt wird das untere Teil nach außen geschlagen und am Rand des ersten Falzes mit einem zweiten Steppstich als Ziernaht dekoriert. Von Außen sind schließlich zwei Nähte sichtbar, von innen nur eine. Die Stoffkanten sind sicher verborgen.

Da der zweite Stich von außen nach innen erfolgt, ist bei langen röhrenförmigen Teilen, wie Hosenbeinen oder Ärmeln eine Nähmaschine mit verlängertem Arm und schmalem Bett, auf das die Stoffröhre in kompletter Länge aufgeschoben werden kann, notwendig.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oft findet man die Kappnaht mit Doppelnähten entlang des umgeschlagenen Stoffes an Jeansbekleidung und den aufgesetzten Gesäßtaschen sowie an den Innenbeinnähten von Jeans-Hosen. Bei korrekter Ausführung ist diese Ziernaht waschmaschinen- und reißfest.