Karelier

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Karelierin in Tracht

Die Karelier (Eigenbezeichnungen: karjalaižet) sind ein finnisch-ugrisches Volk (ostseefinnische Gruppe) in Finnland, in Nordwest-Russland, vor allem in der autonomen Republik Karelien, aber auch in der Oblast Twer.

Sie sprechen eine ostseefinnische Sprache, das Karelische (im Gegensatz zu den als Kareliern bezeichneten Bewohnern der finnischen Region Karelien, die sich eines finnischen Dialekts bedienen). Etwa 400.000 infolge des finnisch-sowjetischen Winterkriegs (1939/40) und dem Fortsetzungskriegs (1940/44) nach Finnland geflohene und umgesiedelte Karelier sind im finnischen Volk aufgegangen.[1] Die Zahl der in Russland lebenden Karelier ist stark abnehmend, liegt aber immer noch über 100.000. Seit der frühmittelalterlichen Kiewer Rus und verstärkt ab dem 17. Jahrhundert stehen die Karelier unter russischem Einfluss. Trotzdem haben sie eine reiche eigene Kultur. Die berühmte Liedersammlung Kalevala ist überwiegend karelischen Ursprungs. Die Karelier sind russisch-orthodoxe Christen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willi Stegner (Hrsg.): Taschenatlas Völker und Sprachen, Seite 41. Klett-Perthes, Gotha und Stuttgart 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karelians – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma