Kaxarari

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Área Indígena Kaxararis
Kaxarari
Kaxarari

Das indigene Volk der Kaxarari (portugiesisch Caxarari) lebt in der nördlichen Region Brasiliens, an der Grenze zu Bolivien. Sein Territorium befindet sich in den brasilianischen Bundesstaaten Acre, Rondônia und Amazonas, nahe der Bundesstraße BR-364 am Kilometer 42. Alternative Namen sind u.a. Kaxariri, Pluralformen auch Caxararis, eine ältere Bezeichnung ist Cachararys.[1]

Etwa 320 Personen leben laut Angaben der Funasa in den drei Dörfern Bueira, Pedreira und Paxiúba, andere in nahegelegenen Städten.

Das indigene Volk der Kaxarari, ISO 639-3 Sprachencode: ktx,[2] gehört sprachlich zur Familie der Pano-Sprachen,[3] die in Brasilien (Amazonas, Rondônia) gesprochen werden. Allerdings wird die Sprache durch Portugiesisch verdrängt, mit zunehmendem Kontakt zu Weißen. Die Kaxarari teilen selbst ihre Geschichte in drei Epochen: tempo das correrias; tempo do cativeiro e tempo dos direitos.

Eine internationale Menschenrechtskampagne des FIAN-Netzwerkes unterstützte das Volk bei der Durchsetzung ihrer Landrechte 1989/1990.

Angehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung dieser Ethnie betrug zu Anfang des 20. Jahrhunderts rund 2000 Angehörige, die Zahl reduzierte sich bis etwa 1980 auf ein Zehntel:

  • 220 (1998)
  • 269 (2001)
  • 318 (2010, Funasa)[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kaxarari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. João Alberto Masô: Os Índios Cachararys. In: Revista da Sociedade de Geografia do Rio de Janeiro. Band XXII und XXIV, 1909/1911(1919), S. 98–100. (Einer der frühesten Berichte über die Kaxarari).
  2. Kaxararí auf ethnologue.com.
  3. Alexandra Y. Aikhenvald: The languages of the Amazon. Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-959356-9, S. 43–45, Verbreitungskarte: S. 44. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Instituto Socioambiental: Quadro Geral dos Povos. In: Enciclopédia dos Povos Indígenas no Brasil. Abgerufen am 7. August 2014 (portugiesisch).

Koordinaten: 9° 24′ S, 66° 17′ W