Kodierfachkraft

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Die Kodierfachkraft (engl. clinical coder) ist ein Beruf im Krankenhaus oder beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen.[1] Die Haupttätigkeit ist die Erfassung der ärztlichen Leistungen in nach den Richtlinien bestimmten Kodierungen zwecks Abrechnung mit den Leistungsträgern im Rahmen der Abrechnung von Fallpauschalen.[2]

Basis sind die International Classification of Diseases und der OPS-Code. In Deutschland sind die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und ärztlich geleiteten Einrichtungen laut Satz 1 und 2 des § 295 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch, Abrechnung ärztlicher Leistungen, verpflichtet, Diagnosen nach ICD-10 GM zu verschlüsseln.

Um den erheblichen abrechnungstechnischen und medizinischen Anforderungen gerecht zu werden, hat sich eine Weiterbildung bereits ausgebildeten medizinischen Fachpersonals oder geeigneten Abrechnungspersonals zur Medizinischen Kodierfachkraft (MKF) etabliert. Hierbei können Absolventen ein Zertifikat der Industrie- und Handelskammer als Qualifikationsnachweis erwerben. So konnte seit 2013 ein strukturierter Ausbildungsstandard etabliert werden. Dies soll zukünftig, neben einem anerkannten, gesicherten Qualitätsstandard insbesondere eine einheitliche Einstufung Medizinischer Kodierfachkräfte im Tarifgefüge ermöglichen. Bereits im Berufsfeld tätige Fachkräfte können bei entsprechender Eignung das IHK-Zertifikat im Rahmen einer Qualifikationsprüfung erlangen.

Neben dem durch die IHK zertifizierten Ausbildungsgang existieren verschiedene Seminare unterschiedlichen Inhaltes bei diversen kommerziellen Anbietern zum Thema Kodieren und Medizinische Kodierfachkraft.


Mit der Einführung eines Fallpauschalensystems zur Abrechnungssystems auch für den psychiatrischen Bereich (Pauschalierendes Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik, „PEPP“) hat das Berufsbild seit 2013 ein weiteres breites Einsatzfeld gefunden. Auch hier hat sich bereits eine IHK-Zertifizierung etabliert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MDK Baden-Württemberg, Kodierfachkräfte. Abgerufen am 4. Dezember 2014.
  2. Hamburger Abendblatt 6. September 2008 S.63