Kohäsionsfonds

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Der Kohäsionsfonds der Europäischen Union finanziert Projekte, durch welche die Umwelt und die Integration in die transeuropäischen Verkehrsnetze gefördert werden sollen. Er wurde mit dem Ziel, eine Konvergenz der europäischen Wirtschaftskraft zu schaffen und dadurch die europäische Währungsintegration zu flankieren, geschaffen.[1]

Förderfähig sind diejenigen Mitgliedstaaten, in denen das Pro-Kopf-BNE unter 90 % des EU-Gemeinschaftsdurchschnitts liegt. Seit Januar 2007 sind das die Staaten Griechenland, Portugal, Spanien, Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Slowenien.[2] In der Haushaltsperiode 2007–2013 stehen dem Kohäsionsfonds 70 Mrd. Euro zur Verfügung.[3] Für die Haushaltsperiode 2014–2020 sind 66,362 Mrd. Euro eingeplant.[4]

Damit soll der Kohäsionsfonds einen Beitrag zur dauerhaften Entwicklung der betreffenden Staaten und zur Festigung des Zusammenhalts innerhalb der Europäischen Union leisten. Neue Vorhaben aus den Kohäsionsfonds werden nur genehmigt werden, wenn das öffentliche Defizit des betreffenden Mitgliedstaates bei maximal 3 % des Bruttoinlandsproduktes liegt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Döring: Nationale Finanzpolitik und Finanzausgleich in der Europäischen Währungsunion. In: Wolfgang J. Mückl (Hrsg.): Die Europäische Währungsunion. Probleme und Perspektiven. Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a. 2000.
  2. Europäische Kommission, Regionalpolitik: Der Kohäsionsfonds auf einen Blick. (Memento vom 27. Februar 2009 im Webarchiv archive.is) abgerufen am 20. Juni 2008.
  3. Europa-Glossar: Strukturfonds und Kohäsionsfonds. (Memento vom 15. Dezember 2010 im Webarchiv archive.is) auf: europa.eu, abgerufen am 5. Juni 2010.
  4. EU-Haushalt 2014–2020: Die Details in Zahlen euractiv.de, abgerufen am 8. April 2013.