Kohlenbunker

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Ehemaliger Erz- und Kohlebunker in Gelsenkirchen (Schalker Verein)
Nordhafen Walsum, Kraftwerk, Kohlebunker (2005 war der Vorgängerbau eingestürzt)[1]

Ein Kohlenbunker oder Kohlebunker ist ein Lagerraum für Kohlen in Kraftwerken, Bahnbetriebswerken oder Häusern. In vielen Fällen handelt es sich dabei einfach um eine gemauerte unterirdische Grube, z. B. unterhalb der Küche eines nicht unterkellerten Wohnhauses, die durch eine Falltür vorm Küchenherd zugänglich ist. Ein Kellerraum, in dem Kohlen für den Bedarf im Haus gelagert werden, wird als Kohlenkeller bezeichnet. Solche Keller waren früher in vielen Häusern anzutreffen, nachdem Kohle jedoch als Heizmaterial weitgehend unüblich geworden ist, findet man sie nur noch selten in Benutzung. Häufig waren diese Keller mit einem nach oben führenden Schacht versehen, durch den die Kohle hinuntergeschüttet werden konnte. In Mehrfamilienhäusern waren dagegen meist gemauerte oder aus Holz gezimmerte Kohlebehälter in den zu einzelnen Wohnungen gehörenden Kellerräumen oder -verschlägen vorhanden in denen jeder Mieter seine eigenen Kohlen lagerte.

Als Kohlebunker wurden in der Zeit der Dampfschifffahrt Schiffsräume bezeichnet, die zum Teil in gleicher Höhe, zum Teil auch höher als die Kesselräume lagen.[2]

Hochbunker nennt man heute meist ,Kohlesilo‘; seit dem Zweiten Weltkrieg versteht man unter Hochbunker meist oberirdische Luftschutzbunker.

Größere, im Freien lagernde Kohlehaufen heißen Kohlehalde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bergwerk Walsum Kohlebunker eingestürzt
  2. Kohlenbunker, der. In: Duden. Abgerufen am 2. Januar 2014.