Kollektivzahl

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Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Kollektivzahlen (dt. Sammelzahlen oder Sammelzahlwörter) sind Wörter wie "Dutzend" (eine Zusammenfassung von 12 Dingen), nicht Gesellschaftszahlen wie "zu zweit, zu dritt". Als lateinisch-deutschen Begriff für die Wörter hier gibt es "Soziativzahl" (1x bei google books vorhanden, nämlich in [books.google.de/books?id=EZ3yCQAAQBAJ&pg=PA817]: "f) Soziativzahlen: selbander 'zusammen (mit einer zweiten Person)', selbdritt 'als Dritter mit zwei anderen'" [...] ; g) Kollektivzahlen: ein Dutzend, ein Schock"
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Kollektivzahlen (Kollektiva) drücken als Zahlwörter die Zusammengehörigkeit – das Kollektivum – der gezählten Objekte aus.

Im Deutschen haben Kollektiva üblicherweise die Form einer Präpositionalphrase (zu zweit). Als veraltet werden Ausdrücke nach dem Muster ‚Nomen + selb+Ordinalzahl‘ (unflektiert) und ‚Nomen + selb+ander‘ (unflektiert, Bedeutung: „zu zweit“) empfunden, wie z. B. Anna selbdritt bzw. Maria selbander.
Daneben existiert noch die Sammelzahl beide, als Rest eines westgermanischen Duals.

Turksprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In historischen Turksprachen[1] wie im Kiptschakischen (14. Jahrhundert) scheint eine regelmäßige Suffixbildung nach dem Muster Ordinalzahl+"egü/ağu" existiert zu haben: bir-egü (mit sich selbst), ik-egü ("zu zweit"), üç-egü ("zu dritt"), dörd-egü ("zu viert") usw.
In modernen Turksprachen dagegen ist die Form jedoch kaum mehr produktiv und erscheint quasi lexikalisiert (z. B. Uigurisch: ikegü) oder in stark kontrahierter Form bei den Idiomen der nord-östlichen und nördlich-zentralen Gruppe (z. B.: ekkü:/ekö:, ikü:/ökö:).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abu Hayyan: Kitabu'l-Idrak li-lisani'l Atrak. zit. n. Gerard Clauson: The Turkish Numerals. In: Journal of the Royal Asiatic Society. 1959 S. 19–31.