Komeno

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Gemeindebezirk Komeno
Δημοτική Ενότητα Κομμένου
(Κομένο)
Komeno (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Epirus

f6

Regionalbezirk: Arta
Gemeinde: Nikolaos Skoufas
Geographische Koordinaten: 39° 3′ N, 21° 2′ OKoordinaten: 39° 3′ N, 21° 2′ O
Höhe ü. d. M.: 6 m
Komeno
Fläche: 14,354 km²
Einwohner: 769 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 53,6 Ew./km²
Code-Nr.: 190403
Gliederung: f12f121 Ortsgemeinschaft
Lage in der Gemeinde Nikolaos Skoufas und im Regionalbezirk Arta
Datei:DE Kommenou.svg
f9f3

Komeno (griechisch Κομένο (n. sg.), amtliche Schreibweise Kommeno Κομμένο) ist ein Dorf im gleichnamigen Gemeindebezirk der Gemeinde Nikolaos Skoufas im Westen des griechischen Festlands in der Region Epirus. Komeno liegt südlich der Stadt Arta östlich der Mündung des Flusses Arachthos in den Golf von Ambrakia. Die Ortschaft Komeno mit insgesamt 769 Einwohnern besteht aus zwei Siedlungen: dem Dorf Komeno selbst mit 626 Einwohnern und der Siedlung Neos Synikismos (Νέος Συνοικισμός).

Geschichte des Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1912 bis 2010 bildete Komeno eine eigenständige Landgemeinde (kinotita), mit der Verwaltungsreform 2010 wurde es mit drei weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Nikolaos Skoufas zusammengeschlossen, wo es seither einen Gemeindebezirk bildet und den Status einer Ortsgemeinschaft innehat.

In Komeno wurden am 16. August 1943 von der Wehrmacht 317 Einwohner ermordet. Es handelte sich um 172 Frauen und 145 Männer. 97 der Ermordeten waren jünger als 15 Jahre, 14 älter als 65 Jahre und 13 Personen waren etwa ein Jahr alt. Die Aktion einer Kompanie der 1. Gebirgs-Division unter dem Kommando von Leutnant Willibald Röser war nicht wie üblich eine Vergeltungsaktion für einen Guerillaangriff. Anlassgebend war, dass am 14. August 1943 einige Widerstandskämpfer im Dorf Nahrungsmittel eingesammelt hatten. Bei diesem Massenmord hatte Major Reinhold Klebe die operative Leitung inne. Weiters daran beteiligt war Oberstleutnant Josef Salminger.

Seit 2008 findet eine Schlagzeugwerkstatt (Κρουστοπανήγυρις) in und um Komeno auf Initiative von Nick Touliatos statt. Unter den zahlreichen ausländischen Künstlern hat sich Günter Sommer aus Dresden über viele Jahre engagiert; sein Album „Songs for Kommeno“ wurde u.a. bei den Jazzfestivals Berlin, Zürich, Wien aufgeführt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mark Mazower: Inside Hitler‘s Greece. Yale University Press, New Haven and London 2001, S. 190–200.
  • Hermann Frank Meyer, Blutiges Edelweiß. Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg, Ch. Links Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86153-447-1 (Online)
  • Hermann Frank Meyer, Kommeno: erzählende Rekonstruktion eines Wehrmachtsverbrechens in Griechenland, Köln 1999, ISBN 3-929889-34-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)