Konfiskation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Konfiskation (lateinisch confiscatio) oder Konfiszierung bezeichnet die entschädigungslose Enteignung und Beschlagnahme von Gütern oder Vermögensteilen durch den Staat. In Unrechtsstaaten und in revolutionären Situationen erfolgt die Konfiskation oft ohne jede Rechtsgrundlage, nur auf Grund der Macht des Staates oder der Revolutionäre.

Im Rechtsstaat dagegen ist die Konfiskation Folge eines vom Eigentümer des Konfiskationsgutes begangenen Unrechts und kann neben einer Strafe bei Delikten unterschiedlichster Art erfolgen: Ein Beispiel sind Zolldelikte, welche die Konfiskation der Schmuggelware zur Folge haben; oder bei Verstößen gegen das Artenschutzgesetz. Tatwaffen werden ebenfalls konfisziert; Rechtsgrundlage ist hier der so genannte Verfall zu Gunsten des Staates.

Das Verb, das den Vorgang der Konfiskation beschreibt, lautet konfiszieren.

Enteignung / Konfiskation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den beiden Ausdrücken besteht ein signifikanter rechtlicher Unterschied. Das Eigentum an der Sache wird in beiden Fällen aufgehoben, aber während Konfiskation den Eigentumsentzug ohne Entschädigung bezeichnet, handelt es sich bei der Enteignung um Eigentumsentzug mit Entschädigung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Konfiskation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen