Konstantin von Quadt und Hüchtenbruck

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Friedrich Karl August Ludwig Konstantin Freiherr von Quadt und Hüchtenbruck (* 14. November 1825 in Berlin; † 12. Juni 1881 in Nassau) war preußischer Jurist, Landrat im Kreis Hamm (1856–1865), Landdrost in der Landdrostei Osnabrück im Königreich Hannover (1869–1878) und Regierungspräsident in Oppeln (1878–1881).[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der General der Infanterie Konstantin von Quadt und Hüchtenbruck (1781–1868) und dessen Ehefrau Sophie, geborene von Bodelschwingh (1791–1855). Sein Onkel Karl Heinrich von Quadt und Hüchtenbruck († 1850) war niederländischer Generalmajor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quadt studierte nach dem Abitur am Gymnasium in Torgau Rechtswissenschaften und Kameralia an den Universitäten Berlin und Heidelberg, wobei er nebenher 1843/44 seinen Einjährigen Dienst beim 2. Garde-Regiment zu Fuß der Preußischen Armee ableistete. 1844 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Heidelberg.[2] Am Kammergericht legte er 1845 das Auskultator-, 1847 das Gerichtsreferendar- und 1850 das Gerichtsassessor-Examen ab. Anschließend ging er zu den Regierungen Münster und Minden und erhielt 1851 die Ernennung zum Regierungsassessor.

Seit 1853 im Handelsministerium wurde von Quadt 1856 zum Oberpräsidium Koblenz versetzt. Im gleichen Jahr wurde er zum Landrat des Kreises Hamm ernannt. 1863 kam er als Oberregierungsrat und Abteilungsdirigent zur Regierung Münster. 1869 wurde er Landdrost der Landdrostei Osnabrück. Seit 1878 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Oppeln.

Quadt war Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Er gehörte dem Historischen Verein in Münster an.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete am 28. Juni 1856 auf Haus Heyde Friederike Caroline Wilhelmine Elise Auguste Luise von Bodelschwingh (* 15. Juni 1833; † 15. September 1905), eine Tochter des preußischen Staatsministers Carl von Bodelschwingh. Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Constantin Friedrich Alfred (1862–1928), preußischer Generalleutnant ∞ 1890 Marie Gräfin von Schwerin (* 1. März 1868)
  • Meta Frieda Marie (* 2. Dezember 1864)
  • Wilhelm Ludwig Franz Friedrich (* 22. Februar 1866)
  • Karl Wilhelm Udo Gustav (* 2. Juli 1867; † 30. Juli 1929) ∞ Luise von Hohnhorst (* 26. Juli 1872; † 20. Oktober 1935)
  • Friedrich Wilhelm Carl Walter Victor (* 27. Juni 1870)
  • Wilhelm Julius (* 15. August 1871)
  • Frieda Caroline Luise (* 10. März 1873)
  • Luise Elisabeth Ida (* 16. Mai 1877)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Band 23, 1873, S. 515.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser 1890, S. 638.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche biographische Enzyklopädie: (DBE), S. 120. (eingeschränkte Vorschau bei Google Book Search).
  2. Kösener Korpslisten 1910, 112, 553