Konzeptualismus

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Dieser Artikel erklärt einen Begriff aus der Philosophiegeschichte, für die Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts siehe Konzeptkunst.

Der Konzeptualismus (lat. conceptus: Allgemeinbegriff) bezeichnet innerhalb der mittelalterlichen Philosophie den von William von Ockham ausgehenden jüngeren Nominalismus. Der Begriff wurde von einem Teil der katholischen und akademischen Geschichtsschreibung geprägt, um den jüngeren vom älteren Nominalismus zu unterscheiden. Diese mit der Einführung des Begriffs Konzeptualismus vollzogene Trennung zwischen den verschiedenen Strömungen des Nominalismus ist umstritten.

Der Konzeptualismus vertrat in den Auseinandersetzungen innerhalb der mittelalterlichen Philosophie (Universalienproblem) die neuere Position („Via moderna“): Nur die Einzeldinge (mögliche Träger von Eigennamen) sind wirklich. Diese wirklichen, aber vergänglichen Einzeldinge (wie Bernhard von Cluny betonte) werden mit Begriffen verallgemeinert und festgehalten.

Der „Begriffs-“ oder „Universalienrealismus“ setzte dagegen die Auffassung, dass nur die Ideen wirklich sind, sie kommen in den Einzeldingen allenfalls zur Erscheinung. Diese ältere Position („Via antiqua“) wurde vor allem von Platonikern, in gemäßigter Form auch von Aristotelikern eingenommen.

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