Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz

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Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz
Rechtsform Stiftung (seit Sommer/Ende 2017)
Gründung 1994[1]
Sitz Muri bei Bern (Koordinaten: 46° 56′ 6,7″ N, 7° 28′ 51,2″ O; CH1903: 603219 / 198235)
Website kora.ch

Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz (KORA) ist ein nicht-profitorientierter Verein. Dieser verfolgt ein Programm, das mehrere Forschungsprojekte zusammenfasst, die sich mit Raubtieren wie Braunbär, Wolf, Eurasischer Luchs und Rotfuchs befassen. Es soll auf wissenschaftlicher Grundlage umsetzbare Lösungen für die bestehenden Probleme im Zusammenhang mit diesen Tieren erarbeiten.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aufgabengebiet umfasst die Ökologie dieser Raubtiere in der Kulturlandschaft und ihr Zusammenleben mit dem Menschen. Wichtig wurde es, nachdem auch grosse, vormals ausgerottete Raubtiere wieder in der Schweiz heimisch wurden.

Die wichtigsten Aufgaben sind:[2]

  • Überwachung der Entwicklung der Raubtierpopulationen in der Schweiz,
  • wissenschaftliche Erfassung der Lebensweise in Kulturräumen, die Auswirkung auf andere Tiere und menschliche Aktivitäten,
  • Weitergabe der Information an Behörden, Betroffene und Interessierte.

Der wichtigste Auftraggeber ist das Bundesamt für Umwelt. Bei einzelnen Projekten kofinanzieren auch die Kantone und private Stiftungen. Insbesondere Meldungen über Sichtungen erhält KORA von verschiedensten Personengruppen.

Auf internationaler Ebene sind wichtige Partner unter anderem die Large Carnivore Initiative Europe (LCIE), die Cat Specialist Group der IUCN sowie alle Alpenländer, die im Programm Status and Conservation of the Alpine Lynx Population (SCALP) zusammenarbeiten.

Entwicklung zur Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2017 wurde die in-state Stiftung KORA gegründet.[3][4]

Zumindest seit Juni 2019 (Jahresbericht 2018, Website 2020) präsentiert sich KORA als KORA Raubtierökologie und Wildtiermanagement.[5]

Monitoring-Plattform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Monitoring, die „Überwachung der Entwicklung der Raubtierpopulation in der Schweiz“, ist seit Dezember 2018[6] über eine interaktive, mehrsprachige (de/fr/it/en) Web-Plattform KORA Monitoring Center direkt ansprechbar. Die Plattform in vier Sprachen dient Behörden, Forschern und betroffenen Kreisen.

Auch allgemein Interessierte haben über Anmeldung und Login freien Zugang, jedoch mit gewissen Einschränkungen:

  • zeitliche Verzögerung von 90 Tagen bei der Darstellung der Beobachtungen
  • reduzierte Kartenauflösung
  • kein Datenexport

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • kora.ch – Website der Stiftung KORA, in den Sprachversionen de/en/fr/it, Berichte und News erscheinen in einer dieser vier Sprachen, mitunter übersetzt in andere
  • koracenter.ch – KORA Monitoring Center, Direktzugang

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KORA: Geschichte, abgerufen am 15. März 2019.
  2. KORA: Profil, abgerufen am 15. März 2019.
  3. Stiftung KORA: Jahresbericht 2018, 24 Seiten KORA Bericht Nr. 83, ISSN 1422-5123, Juni 2019, abgerufen 6. Januar 2020. (PDF)
  4. Neue Organisationsform für KORA kora.ch, KORA News, 13. Dezember 2017.
  5. KORA Jahresbericht 2018 – „In eigener Sache“ kurze Vorstellung, 9. Juli 2019, abgerufen 6. Januar 2020.
  6. Per sofort steht Ihnen unser neues KORA Monitoring Center zur Verfügung KORA News, 20. Dezember 2018, abgerufen 6. Januar 2020.