Ittigen

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Ittigen
Wappen von Ittigen
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton BernKanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0362i1f3f4
Postleitzahl: 3063 Ittigen
3048 Worblaufen
Koordinaten: 603084 / 202968Koordinaten: 46° 58′ 40″ N, 7° 28′ 45″ O; CH1903: 603084 / 202968
Höhe: 526 m ü. M.
Höhenbereich: 487–688 m ü. M.
Fläche: 4,20 km²
Einwohner: i11'351 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 2703 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
24.6 % (2.017)[2]
Gemeindepräsident: Marco Rupp (BVI -
Bürgervereinigung Ittigen)
Website: www.ittigen.ch
Ittigen, Talgut

Ittigen, Talgut

Lage der Gemeinde
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Ittigen (berndeutsch Ittige [ˈɪtːɪɡɘ]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ittigen liegt nordöstlich direkt neben der Stadt Bern im unteren Worblental. Nachbargemeinden sind Moosseedorf, Bern, Bolligen, Ostermundigen und Zollikofen. Durch die Gemeinde hindurch fliesst die Worble, welche im Ortsteil Worblaufen in die Aare mündet. Die Autobahn A1 durchquert die Gemeinde im Norden und Westen. Die Autobahnraststätte Grauholz an dieser Autobahn liegt im Gemeindegebiet.

Höchster Punkt der Gemeinde ist der Mannenberg mit 688 m ü. M. Tiefster Punkt ist die Aare in Worblaufen mit 493 m ü. M.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortsteils Worblaufen datiert aus dem Jahr 1180, der Name Ittigen wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter waren besonders die Papiermühlen und die Pulverstampfe bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt, was sich bis heute im Gemeindewappen widerspiegelt.

Ittigen ist erst seit der Abspaltung von Bolligen im Jahre 1983 eine selbstständige Gemeinde, vorher war sie lediglich eine sogenannte Viertelsgemeinde von Bolligen.

Der Name der Gemeinde geht möglicherweise auf die Sippe des Ito zurück.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


(Quelle: Website der Gemeinde[3])
Jahr 19501960197019801990199920102015201620172018
Einwohner 2'5433'6026'5309'46311'41110'96910'94611'39011'38811'33511'348

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2019 betrugen: SVP 22,2 %, SP 16,1 %, FDP 14,6 %, GPS 12,9 %, glp 11,3 %, BDP 9,4 %, EVP 5,0 %, CVP 3,2 %, EDU (inkl. DM) 1,6 %.[4]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ittigen befinden sich verschiedene Bundesämter des UVEK, nämlich das ARE, das ASTRA, das BAFU, das BAV, das BAZL und das BFE. Im Ortsteil Worblaufen liegen die Hauptsitze der Swisscom und des Regionalverkehrs Bern–Solothurn (RBS).

In Worblaufen wurde 1619 eine Pulvermühle beidseits der Worble betrieben. Das in Eidgenössische Kriegspulverfabrik Worblaufen umbenannte Werk produzierte als einziges Rohzelluloid in der Schweiz. 1919 wurde der Betrieb vom Bund nach Wimmis verlegt und das Werk zur Zelluloidherstellung 1923 der neu gegründeten Firma Worbla verkauft. Die Worbla AG wurde 1973 zur Gurit-Worbla AG und Teil der Gurit-Heberlein-Gruppe. Ab 2000 wurde das Werk auf die Veredelung transparenter Kunststoffoberflächen für den optischen Bereich umstrukturiert.

Worbla AG – Stufenbau von 1925

Die neuen Züge des Regionalverkehrs Bern–Solothurn RBS erhielten 2018 in einer öffentlichen Abstimmung den Namen «Worbla» in Anlehnung an Worblaufen, Worble und die ehemalige Worbla AG.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Ittigen sind mehrere ehemalige Landsitze von Berner Patriziern erhalten, darunter das Neuhausgut mit dem Hochstudhaus, das Thalgut und das Altikofengut mit dem Archiv der Gosteli-Stiftung zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung.
  • Im Ortsteil «Worblaufen» befinden sich im Hauptsitz der Swisscom zahlreiche zeitgenössische Kunstwerke.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Gugger: Ittigen, eine junge Gemeinde mit alter Geschichte. Gemeinde Ittigen 1998, ISBN 3-7272-9277-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ittigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung aus STAT-TAB des BfS, Gemeinden siehe auch Regionalporträts 2020 auf bfs.admin.ch, Zugriff am 29. Mai 2020
  2. Bundesamt für Statistik Regionalporträts Gemeinden Eingabe Ittigen; abgerufen am 14. September 2019
  3. Ittigen in Zahlen. Abgerufen am 2. Dezember 2019.
  4. Wahlen und Abstimmungen. Abgerufen am 24. November 2019.
  5. RBS: Der Name Worbla
  6. Esther Maria Jungo, Hans-Peter von Ah: Der Hauptsitz der Swisscom in Worblaufen bei Bern. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 660). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2000, ISBN 3-85782-660-6.