Krzysztof Wojciechowski

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Krzysztof Wojciechowski

Krzysztof Wojciechowski (* 18. September 1956 in Warschau) ist ein polnischer Autor.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wojciechowski wurde in Warschau als Sohn von Franciszek und Halina, geb. Rymszewicz, geboren. Dort besuchte er von 1963 bis 1970 die 191. Grundschule. Danach folgte das Gymnasium „Z. Modzelewski“, in dem erweiterter Deutschunterricht angeboten wurde. Nach seinem Abitur 1975 studierte er Philosophie und Soziologie an der Universität Warschau. Sein Diplom bestand er 1979 mit Auszeichnung, das Thema seiner Diplomarbeit war: „Moral und Politik“.

Werdegang und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1979 begann seine Arbeit an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Warschauer Universität. 1989 erfolgte die Promotion zum Thema „Interesse und Bedürfnis als Bezugspunkte in der Ethik und Werttheorie des Marxismus“. Bis September 1991 war er weiterhin für die Universität Warschau tätig und erhielt anschließend eine unbezahlte Freistellung bis 1997.

1991 zog er mit seiner ersten Ehefrau, einer Berlinerin, und zwei Kindern nach Berlin und war für die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) für die Koordination der internationalen Beziehungen im Gründungsbüro der Europa-Universität Viadrina tätig. Ab Mai 1993 war er an der Viadrina der Leiter des Akademischen Auslandsamtes. Ab dem 15. Oktober 1994 war er als Verwaltungsdirektor mit der Organisation des Collegium Polonicum in Słubice, einer gemeinsamen Einrichtung der Viadrina und der Adam-Mickiewicz-Universität Posen, betraut. Bis heute ist er dort Verwaltungsdirektor.

Seit 1997, nach dem Zerfall seiner Familie, wohnte er als alleinerziehender Vater in Frankfurt (Oder). Im Oktober 2001 wurde er leitender Redakteur der wissenschaftlichen Schriftenreihe des Collegium Polonicum und ein Jahr später Koordinator des Europäischen Wissenschaftszentrums der Viadrina am Collegium Polonicum. Wojciechowski ist Mitgründer und Vorstandsvorsitzender (2005) der „Fundacja na rzecz Collegium Polonicum“ (Stiftung für das Collegium Polonicum) und Gründer des „My Life – erzählte Zeitgeschichte e. V“. Seit dem 25. Juni 2005 ist er verheiratet mit Monika Sękiewicz. 2005 wurde ihm weiterhin die Brandenburger Europaurkunde 2005 vom Ministerpräsidenten Brandenburgs Matthias Platzeck überreicht. 2007 kam sein drittes und 2009 sein viertes Kind zur Welt. 2012 bekam er die Verdienstmedaille der Europa-Universität Viadrina. Mit Erklärung vom 3. August 2013 verlieh der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski Krzysztof Wojciechowski das silberne Verdienstkreuz der Republik Polen für seine Verdienste in der Entwicklung der Wissenschaft und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.[1]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wojciechowski gilt in seiner Funktion als Direktor des Collegium Polonicum als der Ideengeber des weltweit ersten Wikipedia-Denkmals.[2] Als Grund für seine Initiative gab er an: „Ich bin bereit, vor der Wikipedia in die Knie zu gehen. Aus diesem Grund kam mir der Gedanke an ein Denkmal, wo ich das tun könnte“.[3][4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die wissenschaftlichen Größen der Viadrina (Hrsg.), in: Wissenschaftliche Schriftenreihe der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt Oder 1991
  • Die neuen Frankfurter Studenten 1992 - 1997, Wilhelmshorst 1998
  • Moi kochani Niemcy, Gdańsk 2000
  • Wörterbuch Deutsch-Polnisch. Begriffe aus Wissenschaft und Hochschule. Słownik polsko-niemiecki. Słownictwo akademickie
    mit Bernd Klugert, Bonn 2001, Deutscher Akademischer Austauschdienst, ISBN 3-87192-797-X
  • Knigge für deutsche Unternehmer in Polen IHK Frankfurt (Oder), 2002
  • Jak postępować z Niemcami w biznesie i nie tylko/ Knigge für deutsche Unternehmer in Polen, Wydawnictwo Naukowe UAM Poznań/Polsko-Niemiecka Izba Przemysłowo-Handlowa Warszawa, 2005
  • Erinnerungen und Reflexionen eines Viadrina-Pioniers in Knefelkamp, Ulrich (Hrsg.), „'Blütenträume' und 'Wolkenkuckucksheim' in 'Timbuktu' - 10 Jahre Europa-Universität Viadrina“, Berlin 2001, ISBN 3-931278-03-4
  • Europäischer Anspruch und regionale Aspekte : grenzüberschreitende universitäre Zusammenarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion angesichts der zukünftigen Herausforderungen in Europa (Hrsg. zusammen mit Agnieszka Bielawska), Berlin 2007, ISBN 978-3-8325-1705-2
  • Wartość życia. Lubuscy seniorzy - historie opowiedziane (zusammen mit Marzena Słodownik), Słubice 2007, ISBN 978-83-923762-2-4
  • Trans-Uni. Problemy zarządzania międzynarodową współpracą szkół wyższych w regionach przygranicznych (Hrsg. zusammen mit Agnieszka Bielawska), Berlin 2007, ISBN 978-3-8325-1726-7
  • Das Collegium Polonicum. Ein Abenteuerbericht aus den Gründerjahren jenseits der Oder in: Richard Pyritz/Mattias Schütt (Hrsg.), "Die Viadrina. Eine Universität als Brücke zwischen Deutschland und Polen", Berlin-Brandenburg 2009, ISBN 978-3-937233-57-4
  • Ethical Liberalism in Contemporary Societies (Hrsg. zusammen mit Jan C. Joerden), Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58620-4
  • Polsko-niemieckie gry i zabawy in: Hubert Orłowski (Hrsg.), "Moje Niemcy - moi Niemcy. Odpominania polskie", Instytut Zachodni, Poznań 2009, ISBN 978-83-617-36-14-1
  • Szansa w Niemczech? Poradnik dla polskich przedsiębiorców i pracobiorców po 1 maja 2011 (zusammen mit Marek Kłodnicki), Zielona Góra 2011, ISBN 978-83-931526-1-2
  • Opposition hie und da. Einige Bemerkungen zum oppositionellen Dasein in der DDR und in der Volksrepublik Polen. In: Wojciechowski, K. (Hrsg.): "Andersdenkende. Oppositionelle aus dem Raum Frankfurt (Oder) – Gorzów Wielkopolski berichten" Berlin 2012, Metropol Verlag, ISBN 978-3-86331-102-5

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krzysztof Wojciechowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetzblatt der Republik Polen vom 3. August 2013. 3. August 2013. Abgerufen am 25. September 2013.
  2. Collegium Polonicum: Enthüllung des weltweit ersten Wikipedia-Denkmals
  3. Polnische Stadt setzt Wikipedia ein Denkmal www.spiegel.de
  4. Erstes Wikipedia-Denkmal steht bald in Polen www.pcwelt.de