Kurt Arndt

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Kurt Arndt (* 5. August 1873 in Frankfurt an der Oder; † 13. November 1946 in Berlin) war ein deutscher Chemiker (Technische Elektrochemie).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arndt war der Sohn eines Gymnasiallehrers und studierte ab 1892 an der Technischen Hochschule Berlin und promovierte 1897 an der Universität Basel (Tension und Molekulardispersion organischer Verbindungen), wo er Assistent von Georg Wilhelm August Kahlbaum wurde. Ab 1902 war er Privatdozent an der TH Berlin. Außerdem lehrte er an der Militärakademie Mathematik. 1922 wurde er außerordentlicher Professor und 1929 Direktor des Instituts für Technische Elektrochemie an der TH Berlin. 1938 wurde er emeritiert. Er war auch als Chemiker an verschiedenen Industrieunternehmen beratend tätig (Chemische Fabrik Grünau, Plania-Werke u. a.).

Er verbesserte verschiedene Elektrolyse-Verfahren, mit Korrosion, Elektrodenmaterialien und Verbesserung und Entwicklung von Batterien und Akkumulatoren. 1902 entwickelte er ein Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von metallischem Calcium.

1911 meldete er ein Patent auf ein kostengünstiges und einfaches Verfahren der elektrolytischen Gewinnung von Natriumperborat an, das als Bleichmittel in Waschmitteln wie Persil diente.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundbegriffe der allgemeinen physikalischen Chemie, Berlin: Mayer und Müller 1905
  • Technische Anwendungen der physikalischen Chemie, Berlin: Mayer und Müller 1907
  • Herausgeber mit Otto Dammer: Chemische Technologie der Neuzeit, 3 Bände, Enke, ab 1911, 2. Auflage 1925
  • Technische Elektrochemie, Enke 1929
  • Die künstlichen Kohlen für elektrische Öfen, Elektrolyse und Elektrotechnik, Springer, 2. Auflage 1932

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried R. Pötsch (Federführung), Annelore Fischer, Wolfgang Müller: Lexikon bedeutender Chemiker. Harri Deutsch 1989, ISBN 978-3-817-11055-1, S. 17.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]