Kutte (Metal-Szene)

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Eine Kutte ist in der Metal-Szene eine Jeansweste oder auch Lederweste, die fast ausschließlich mit Aufnähern (englisch patches) von bevorzugten Bands des Trägers bestückt ist.

Träger einer Kutte beim Headbangen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die ersten Kutten entstanden Mitte bis Ende der 1970er Jahre in Großbritannien in Anlehnung an die Motorrad-Kutten der Rocker-Szene. Statt des Motivs des jeweiligen Motorcycle-Clubs kam ein großer Backpatch mit Motiven der favorisierten Band anfangs in Mode. Beliebte Motive waren beispielsweise das Iron-Maiden-Maskottchen Eddie oder das Highway-to-Hell-Albencover von AC/DC. An die Stelle der kleinen Abzeichen befreundeter Motorrad-Gruppen traten kleine Patches mit Schriftzügen oder Albencovern anderer Gruppen.

Frank „Pelle“ Below aus der frühen deutschen Thrash-Metal-Szene berichtet, dass die örtlichen Rocker Metallern das Tragen von Kutten verboten, sodass diese sich stattdessen T-Shirts anfertigten; „Dann standen die im Freibad vor uns und konnten uns nichts.“[1]

Mit der Ausdifferenzierung der Musikstile im Metal verlor die Kutte bis Mitte der 1990er ihre Bedeutung, sie verschwand aber nie ganz aus der Szene.

Stil[Bearbeiten]

Mit der Metal-Kutte drückt der Träger seinen Musikgeschmack und seine Zugehörigkeit zur Metal-Szene aus. Klassische Metal-Kutten sind häufig mit einem großen Backpatch auf dem Rückenteil versehen, während der restliche Platz mit kleineren Patches bedeckt wird. Neben den Aufnähern sind oft Accessoires wie Nieten, Ketten und Buttons an der Kutte angebracht. Auch ist es üblich, die Kutte mit Autogrammen von Musikern verzieren zu lassen.

Je nach Genre existieren eine Reihe unterschiedlicher Gestaltungselemente. Im Black Metal ist beispielsweise eine schwarze Jeansweste üblich, während jedoch die meisten Szeneangehörigen ganz auf eine Kutte verzichten.[2]

Wie auch in der Rocker-Szene ist es nicht üblich, die Kutte zu waschen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bettina Roccor: Heavy Metal - Kunst. Kommerz. Ketzerei.. I.P. Verlag Jeske/Mader Gbr., Berlin 1998, ISBN 3-931624-07-2, S. 220–223.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Tom Küppers: Metal im Pott. Ruhr-Thrash Teil 2. In: Metal Hammer. Axel Springer Mediahouse GmbH, Berlin Juli 2010, S. 46 ([1], abgerufen am 2. September 2010).
  2.  Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. 1. Auflage. Unrast Verlag, Münster, ISBN 3-89771-817-0, S. 74.