Kyriakos Papadopoulos

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Kyriakos Papadopoulos

Kyriakos Papadopoulos (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 23. Februar 1992
Geburtsort KateriniGriechenland
Größe 185 cm
Position Innenverteidigung
Vereine in der Jugend
2001–2007
2007–2010
Svoronos Katerinis
Olympiakos Piräus
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2007–2010
2010–2014
2010–2013
2014–
2016–2017
2017–
Olympiakos Piräus
FC Schalke 04
FC Schalke 04 II
Bayer 04 Leverkusen
RB Leipzig (Leihe)
Hamburger SV (Leihe)
12 (0)
61 (3)
2 (0)
30 (2)
1 (0)
8 (2)
Nationalmannschaft2
2008–2010
2008–2011
2011–
Griechenland U-19
Griechenland U-21
Griechenland
15 (1)
15 (2)
25 (4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. März 2017

2 Stand: 13. November 2016

Kyriakos Papadopoulos, griechisch Κυριάκος Παπαδόπουλος (* 23. Februar 1992 in Katerini), Spitzname „Papa“, ist ein griechischer Fußballspieler. Der Innenverteidiger spielt seit Januar 2017 als Leihgabe von Bayer 04 Leverkusen beim deutschen Bundesligisten Hamburger SV.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiakos Piräus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kyriakos Papadopoulos spielte in seiner Geburtsstadt Katerini bei GAS Svoronos in der Amateurliga und unterschrieb im Sommer 2007 bei Olympiakos Piräus einen Dreijahresvertrag. Am 2. Dezember 2007 bestritt er im Alter von 15 Jahren und 283 Tagen als Ersatzspieler beim 3:1-Sieg über Atromitos seinen ersten Einsatz in der Super League. Er ist damit der bis dahin jüngste Spieler, der in der höchsten griechischen Liga ein Pflichtspiel absolviert hat und der jüngste Spieler, der bei der U-18-Mannschaft von Olympiakos spielte. Im September 2008 unterzeichnete Papadopoulos einen neuen Vertrag bei Olympiakos über drei Jahre.

FC Schalke 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Papadopoulos im Training von Schalke 04, 2010

Am 23. Juni 2010 wechselte er zum FC Schalke 04, bei dem er einen zunächst bis zum 30. Juni 2014 laufenden Vertrag unterschrieb.[1] Sein erstes Bundesligaspiel für Schalke 04 bestritt Papadopoulos am 1. Spieltag der Saison 2010/11 im Spiel gegen den Hamburger SV. Am 17. Dezember 2011 erzielte er am 17. Spieltag der Saison 2011/12 in seinem 34. Einsatz seinen ersten Bundesligatreffer für Schalke 04 mit dem Treffer zum 4:0 beim 5:0-Heimsieg gegen Werder Bremen.[2] Mit Schalke 04 gewann Papadopoulos am 21. Mai 2011 den DFB-Pokal und am 23. Juli 2011 den DFL-Supercup. Mitte der Hinrunde der Saison 2012/13 verletzte sich Papadopoulos am Knie und fiel für den Rest der Saison aus. Während der Reha erlitt er Rückschläge und verpasste so die Vorbereitung zur und die ersten Spiele der Saison 2013/14. Am 15. Dezember 2013 gab er nach über einem Jahr sein Bundesliga-Comeback beim 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg.[3] Bis Saisonende kam er auf drei weitere Einsätze. Sein Vertrag lief bis zum 30. Juni 2016.[4][5]

Bayer 04 Leverkusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Spielpraxis sammeln zu können, wurde Papadopoulos im August 2014 für ein Jahr an den Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen.[6] Sein Bundesligacomeback bestritt er am 1. Spieltag der Saison 2014/15 für Bayer Leverkusen im Spiel gegen Borussia Dortmund. Sein erstes Pflichtspieltor für Bayer Leverkusen erzielte er am 22. Oktober 2014 beim Champions-League-Sieg über Zenit Sankt Petersburg mit dem Treffer zum 2:0. Zur Saison 2015/16 wurde er schließlich fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 ausgestattet.[7]

Leiharrangement in Leipzig und Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Saison 2016/17 wurde Papadopoulos an den Ligakonkurrenten RB Leipzig verliehen.[8] Auch aufgrund von Verletzungen kam Papadopoulos in 15 möglichen Pflichtpartien mit einer Einwechslung im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nur zu einem Einsatz.[9]

Nach rund viereinhalb Monaten in Sachsen wurde er im Januar 2017 an den Ligakonkurrenten Hamburger SV weiterverliehen.[10] Für diesen debütierte er am 17. Spieltag der Bundesligasaison im Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg über die komplette Spielzeit; der HSV verlor das Spiel mit 0:1.[11] Sein erstes Bundesligator für die Hamburger erzielte er beim 1:0-Heimsieg am 19. Spieltag gegen Bayer 04 Leverkusen, als er in der 75. Minute den Ball per Kopf ins gegnerische Tor beförderte.[12]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Papadopoulos nahm an der U-19-EM 2008 teil. Er spielte bei allen drei Qualifikationsspielen gegen Moldawien, die Niederlande und Russland, in denen sich Griechenland für die Vorrunde qualifizierte. In der Vorrunde stand Papadopoulos mit Vasilis Lambropoulos im Zentrum der griechischen Verteidigung und war daran beteiligt, dass die tschechische Auswahl kein Tor gegen seine Mannschaft erzielte. Unter den auf der Website der UEFA als „Stars von morgen“ gelisteten zehn besten Spielern des Turniers war er der jüngste.[13]

Am 19. November 2008 kam er als bis dahin jüngster Debütant in der U-21-Nationalmannschaft zum Einsatz.

Am 4. Juni 2011 absolvierte er im Alter von 19 Jahren sein erstes Länderspiel für die griechische A-Nationalmannschaft. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Malta erzielte er sein erstes Länderspieltor. Papadopoulos stand im Aufgebot der griechischen Nationalmannschaft für die EM 2012 in Polen und der Ukraine. Nachdem er im ersten Spiel gegen Polen noch als Einwechselspieler fungiert hatte, stand er in den folgenden Spielen gegen Russland und Tschechien von Beginn an auf dem Platz und zog mit seiner Mannschaft ins Viertelfinale ein. Dort schied Griechenland gegen Deutschland mit 2:4 aus dem Turnier aus. Papadopoulos bestritt alle Partien für die Nationalmannschaft als Innenverteidiger.

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Papadopoulos gilt spielerisch als zweikampfstark und abgeklärt. Er ist kopfballgefährlich und verfügt über gute Technik und gutes Stellungsspiel. Seine Offensivaktionen werden als schnörkel- und kompromisslos beschrieben.[14] Geschätzt werden seine Athletik, seine Sprungkraft, sein schneller Antritt und die Bereitschaft, Führung und Verantwortung zu übernehmen, meist in der Viererkette. Trotz harter Zweikampfführung kommt er meist ohne Fouls und Verwarnungen aus. In Fan-Kreisen machte er sich durch seine kämpferische Einstellung beliebt. In der Bild wurde er wegen seiner zweikampfstarken Spielweise als Griechen-Grätsche bezeichnet.[15]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kyriakos Papadopoulos wechselt zu den Knappen auf schalke04.de
  2. Kyriakos Papadopoulos: Freude über den ersten Bundesligatreffer
  3. S04 feiert: 2:0-Heimsieg bei Papadopoulos-Comeback, Mitteilung auf der Homepage des FC Schalke 04 vom 15. Dezember 2013 (abgerufen am 15. Dezember 2013).
  4. Kyriakos Papadopoulos wird Vertrag auf Schalke verlängern, Mitteilung auf der Homepage des FC Schalke 04 vom 2. September 2012 (abgerufen am 5. September 2012).
  5. Die Tinte ist trocken: Kyriakos Papadopoulos unterschreibt bis 2016, Mitteilung auf der Homepage des FC Schalke 04 vom 27. September 2012 (abgerufen am 27. September 2012).
  6. Papadopoulos spielt diese Saison für Bayer Leverkusen, Mitteilung auf der Homepage des FC Schalke 04 vom 3. August 2014 (abgerufen am 3. August 2014)
  7. Bayer 04 Leverkusen: Bayer 04 verpflichtet Papadopoulos bis 2020, 7. Juni 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  8. Leihe: Kyriakos Papadopoulos verstärkt die RBL-Defensive dierotenbullen.com, am 31. August 2016, abgerufen am 31. August 2016
  9. Leistungsnachweis von Kyriakos Papadopoulos bei RB Leipzig; transfermarkt.de, abgerufen am 16. Januar 2017
  10. Kyriakos Papadopoulos wechselt auf Leihbasis zum HSV hsv.de, am 16. Januar 2017, abgerufen am 16. Januar 2017
  11. Spielbericht VfL Wolfsburg gegen Hamburger SV vom 21. Januar 2017; kicker.de, abgerufen am 21. Januar 2017
  12. Hamburger SV: 1:0 - Der HSV gewinnt Freitagabendspiel gegen Leverkusen, abgerufen am 3. Februar 2017
  13. UEFA Under 19 European Championship
  14. Schalkes Kyriakos Papadopoulos: Gekauft, gefördert, gewürdigt – was macht ihn so begehrt?, Goal, abgerufen am 29. August 2012.
  15. Heiko Niedderer: Top-Klubs jagen Schalkes Griechen-Grätsche, Artikel vom 20. Juni 2012 im Portal bild.de, abgerufen am 21. Januar 2014