Lackmustest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lackmus-Teststreifen

Der Begriff Lackmustest bezeichnet einen in der Chemie gebräuchlichen Test des pH-Werts einer Substanz mit Hilfe des Farbstoffs Lackmus (siehe auch Indikator).[1]

Im Englischen ist ein Lackmustest (litmus test) eine Entscheidung mit urteilendem Charakter, in der sich zeigt, wie eine Situation wirklich einzuordnen ist. Zum Beispiel: „Die Verhandlungen über das Klimaschutzabkommen gelten als Lackmustest der europäisch-amerikanischen Beziehungen.“ (Spiegel Online) Im Zuge von Übersetzungen aus dem Englischen taucht diese Bedeutung als Anglizismus vermehrt in deutschen Texten auf, eine deutsche redensartliche Entsprechung wäre „Prüfstein“.

Fälschlich wird das Wort auch zur Definition von Ausschlusskriterien oder zur Begründung von Richtungsentscheidungen verwendet. Ein Lackmustest kann jedoch nicht „bestanden“ werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 781–782.