Lage (Buch)

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Aus neun Lagen bestehende Handschrift (Gemeindebuch Schrebitz).

Eine Lage bezeichnet beim Buch den einzelnen aufgeschnittenen Druckbogen. Das sind mehrere ineinandergesteckte, meistens vierseitige, fortlaufend nummerierte Doppelblätter. Die Lagen werden in der handwerklichen Buchbinderei bearbeitet, während in der industriellen Buchbinderei für dasselbe Objekt der Begriff Falzbogen verwendet wird. Mehrere geheftete Lagen ergeben zusammen den Buchblock.

Der Beginn einer Lage ist als kleingedruckte Bogensignatur in Form einer Zahl oder eines Buchstabens, mitunter eine Kombination beider, auf der jeweils ersten Seite unten rechts oder links erkennbar. Diese Bogensignatur ist in einem Buch fortlaufend und dient bereits der Übersicht des Druckers und dem korrekten Zusammentragen der Lagen vor dem Bindevorgang des Buches.

Im Papiergewerbe wird mit dem Begriff Lage auch eine bestimmte Anzahl von Papierbogen (meistens so viel, wie von Hand bewegt werden können) bezeichnet.

Eine Lage aus sechs Doppelblättern zu insgesamt 12 Blatt (24 Seiten) bezeichnet man als Senio (abgekürzt s.).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Lehmann: Zwei wundärztliche Rezeptbücher des 15. Jahrhunderts vom Oberrhein. Teil I: Text und Glossar. Horst Wellm, Pattensen/Han. 1985, jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 34), ISBN 3-921456-63-0, S. 254 (sëxtern).