Lambert von Arras

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Lambert von Arras († 1115,[1] ermordet) war seit 1094 der erste Bischof von Arras. Er gehörte der Familie der Grafen von Guînes an.[2]

Lambert nahm 1095 an der Synode von Clermont teil und hinterließ sehr detailliert Informationen über die Dekrete, die dort von Papst Urban II. erlassen wurden.[3]

Diese Schrift, das „Liber Lamberti“, wurde in der Kathedralbibliothek von Arras aufbewahrt und ist im Original heute verloren. Zwei Abschriften aus dem 17. Jahrhundert befinden sich noch in der Stadtbibliothek von Arras. Darin wird die Herrschaft des Bischofs Lambert aufgezeichnet, darunter die Trennung des Bistums Arras vom Bistum Cambrai, Briefe und Erlasse, sowie das, was er 1095 in Clermont erlebte.[3]

1097 bestätigte er die Umwandlung der Einsiedelei des Kuno von Praeneste, des späteren Kardinals und Erzbischofs, in ein Kloster.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Natalie Fryde, Dirk Reitz: Bischofsmord im Mittelalter. Vandenhoeck & Ruprecht, 2003, ISBN 3-525-35189-5, S. 89. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. John S. Ott: Bishops, Authority and Community in Northwestern Europe, c.1050–1150. Cambridge University Press, 2015, ISBN 978-1-107-01781-8, S. 113.
  3. a b c Claire Giordanengo (Hrsg.): Le Registre de Lambert, évêque d’Arras (1093-1115). (= Sources d’histoire médiévale. 34). CNRS éditions, Paris 2007, ISBN 978-2-271-06358-8.